Autor: Kulturtussi

  • Auch eine Idee

    für die diesjährige Grandtour, oder? Das Museum Camouflage des amerikanischen Künstlers Harvey Opgenorth. Ich finde, man muss sowieso die Position des Betrachters vor den Kunstwerken einmal überdenken. Viel zu oft sieht man die üblichen Verdächtigen wie in Beton gegossen in ein und derselben Haltung vor der Kunst. Das kann doch einfach gar nicht zu einer…

  • Der Herr der Katzen

    Er hat dieselbe erotische Stimmung im Zwielicht eingefangen, wie man sie auch bei seinem Bruder finden kann. So scheint das weltoffene Elternhaus – der Vater ein Kunsthistoriker mit wahrscheinlich adligen Wurzeln, die Mutter eine Malerin, die später die Geliebte Rilkes wurde – einen entscheidenden Impuls an die Brüder Klossiwski weitergegeben zu haben. Balthazar, der Jüngere…

  • Lustiger Seitenhieb auf den Kulturbetrieb

    Mit obsessiver Sorgfalt trachtet Leonardo da Vinci, die Strukturen der digitalen Informationstechnologie zu verstehen und einen radikal artifiziellen Kontext als Kanonisierungssystem ad absurdum zu führen. Das Singuläre der als Hommage an Gilles Deleuze konzipierten Arbeit „Mona Lisa“ ist die Individualität durch Autorschaft. Das ist ein Auswurf der sogenannten „Bürgelmaschine“ – einer kleinen Gemeinheit gegenüber dem…

  • Joan Miró 1893 – 1983

    Fröhlicher Farben-Maler, dessen bunte Motive die Bilderrahmen in Kaufhäusern oder Postershops dekorieren? Auch das ist Miró. Joan Miró ist allerdings mehr als nur schlichter Erzähler skurriler Geschichten in lebhaften Farben und selbsamen Formen. Für einen Vortragsjob habe ich einmal genauer hingesehen. Gern teile ich meine Recherchen mit euch (leider ohne Bilder … ihr wisst schon: die Bildrechte).

  • Schlussverkauf

    Die Sonne brennt und Heerscharen von Konsumwütigen schleppen sich in die kochenden Innenstädte, um den laufenden Schlussverkauf zu nutzen und zu kaufen. Unsere Gesellschaft hat die Warenhäuser zu neuen Kathedralen erhoben und man pilgert dorthin, getrieben von Labelsucht (die gibts dann im Schlussverkauf zu erschwinglichen Preisen) und Kauflust (der Sommer ist noch lang). Passend dazu…

  • Abschied vom Regen

    Jetzt bin ich eben aber zum letzten Mal einem Regenguss entronnen für diesen Sommer! Ehrlich, was soll das denn mit diesem Mistwetter bitteschön? Aber für eine Kulturtussi bietet sich zumindest ein Anlass, darüber nachzudenken, was es für wunderbare Bilder mit „Regen“ als Sujet geben könnte. Na klar, eines drängt sich dem Kunstkenner sofort ins Gedächtnis,…

  • Fridas Geburtstag

    Das erste Mal war ich 1990 in der Casa Azul im Künstlervorort Coyoacan in Mexico City. Ich hatte mir gerade ein Teil eines Aloe Vera Kaktusarms bei einer „brucha“ auf dem lokalen Markt gekauft. Den Saft der Pflanze wollte ich gegen meinen Sonnenbrand einsetzen. Was die „Hexe“ mir sonst noch mit auf den Weg gegeben…

  • Space Invaders

    In Köln hat es eine schleichende Invasion gegeben, die mir hier und da schon einmal aufgefallen war und mich so merkwürdig an die 80er erinnerte. Kleine versteckte Ecken an Hauswänden in der Kölner Innenstadt waren mit mosaikartigen Bildchen verziert worden. Es sah nach Guerilla aus – sprich Street Art, Graffitti und subversive Kunst. Jetzt allerdings…

  • Das Land, wo die Zitronen blühen

    1985 kurz vor seinem Tod hatte Joseph Beuys während eines Italienaufenthaltes die berühme „Capri Batterie“ geschaffen und daraus entstand ein Multiple aus einer Zitrone und einer gelben Glühbirne. In manchen Präsentationen hat er dieses auf einem Schwefelbett arrangiert. So wurde die Funktion einer tatsächlichen Batterie (mittels Säurereaktionen auf Schwefel) assoziativ genutzt und gleichzeitig die wunderbare…