Kulturmarketing

Bitte verstehen Sie mich nicht falsch: ich finde es absolut wichtig, dass sich Kultureinrichtungen und Kulturschaffende auch am mainstream orientieren. Wenn man Aufmerksamkeit in der heutigen Zeit erreichen möchte für seine Angebote, dann darf man sich nicht zimperlich hinter einem möglicherweise überholten Bildungsverständnis verschanzen und den wegbleibenden Massen hinter rufen: bleibt doch, wo ihr seid.
Nein, man hat die ‚verdammte‘ Pflicht, sich immer wieder aufs Neue zu überlegen: wie erreiche ich neues Publikum, wie überzeuge ich auch diejenigen, die Museumsbesuche für das Langweiligste auf der Welt halten.
Aber bitte nicht so:
Guggst Du!
Oder überzeugt mich jemand davon, dass diese ‚plumpe‘ Anmache funktioniert.

Ähnliche Beiträge

  • Kitsch as Kitsch can

    Ich muss zugeben: ich weiß nicht, woher dieser oft zitierte Satz stammt. Aber er ist untrennbar mit der Vorstellung von Bildern verbunden, die fern ab jeder Bedeutungstiefe einen leichten Schauer des Grauens neben dem des Wohlbefindens den Rücken herunter rieseln lassen. Bilder, die bis an die Grenzen des Aushaltbaren harmonisch, schön im Sinne von banaler…

  • Die spinnen – die Krefelder!

    Die Not ist groß im Kaiser Wilhelm Museum in Krefeld! Die klimatischen Bedingungen katastrophal und keine müde Mark für irgendwelche Verbesserungen. Und verständlich, dass die Krefelder aus lauter Verzweiflung anfangen, auf dumme Gedanken zu kommen: sie wollen ihr wohl wertvollstes Stück veräußern, um die Löcher zu stopfen. 1907 schenkte ein reicher Gönner das Gemälde „Houses…

  • Gaga with Degas

    Bob Kessel ist ein englischer Künstler, der sich an die Urväter der Kunstgeschichte heranwagt und nicht davor zurückschreckt, diese in einem wirklich unglaublich plakativen Stil zu wiederholen. Die ornamentalen Riesenschinken, die dabei entstehen sind Pop Art. Aber sie lenken über das Mimikry-Muster hinaus auch die Sehgewohnheiten der Betrachter. Man versucht sich unversehens an Ratespielchen und…

  • Wer ist Mona Lisa?

    Heute kam die Meldung, dass Mona Lisa leider jung sterben musste und der belgische Medizin-Professor Jan Dequeker hat sogar posthum die Diagnose gestellt: eine vererbte Hyperlipidemie soll Leonardos berühmtestes Modell im Alter von nur 37 Jahren tragisch dahin gerafft haben. Dies ist nach der Ende September als Sensation verkauften Entdeckung, die Dargestellte sei wohl schwanger…

  • Das Land, wo die Zitronen blühen

    1985 kurz vor seinem Tod hatte Joseph Beuys während eines Italienaufenthaltes die berühme „Capri Batterie“ geschaffen und daraus entstand ein Multiple aus einer Zitrone und einer gelben Glühbirne. In manchen Präsentationen hat er dieses auf einem Schwefelbett arrangiert. So wurde die Funktion einer tatsächlichen Batterie (mittels Säurereaktionen auf Schwefel) assoziativ genutzt und gleichzeitig die wunderbare…

2 Kommentare

  1. Wenn das eine Preisfrage sein soll, wer hier für was wirbt, dann funktioniert die Anmache wohl nicht. Der Text lässt mich an Kaya Yanar denken und die Farbe assoziiere ich vage mit den Telekomikern. Das war’s … viellleicht wäre bei den Fundstücken das nächste Mal ein Quellennachweis möglich?

  2. Ha! Na klar stecken die Telekomiker dahinter!!! Und sehr schön, der Beweis, dass das nicht funktioniert. Es soll die Guggenheim Ausstellung beworben werden und es steht auf der HP der Telekom. Da soll es zum Ansehen eines Multimedia-Specials animieren.
    Das ist aber so Multimedia gar nicht, sondern liefert nur z.T. nicht ganz so gute Texte über ausgewählte Exponate der Ausstellung.

Antworte auf den Kommentar von AnkeAntwort abbrechen