Kulturmarketing

Bitte verstehen Sie mich nicht falsch: ich finde es absolut wichtig, dass sich Kultureinrichtungen und Kulturschaffende auch am mainstream orientieren. Wenn man Aufmerksamkeit in der heutigen Zeit erreichen möchte für seine Angebote, dann darf man sich nicht zimperlich hinter einem möglicherweise überholten Bildungsverständnis verschanzen und den wegbleibenden Massen hinter rufen: bleibt doch, wo ihr seid.
Nein, man hat die ‚verdammte‘ Pflicht, sich immer wieder aufs Neue zu überlegen: wie erreiche ich neues Publikum, wie überzeuge ich auch diejenigen, die Museumsbesuche für das Langweiligste auf der Welt halten.
Aber bitte nicht so:
Guggst Du!
Oder überzeugt mich jemand davon, dass diese ‚plumpe‘ Anmache funktioniert.

Ähnliche Beiträge

  • Wallraf – das Museum

    Die zeitgemäße Vermarktung von Museen – besonders von denen alter Kunst – ist kein einfaches Geschäft. Die Themen sind schwergewichtig bis kompliziert und erfordern sicher auch oft einen mehr als nur flüchtigen Blick. Deswegen ist es wichtig, die Hemmschwelle, die möglicherweise viele Besucher abhält so einen Musentempel zu betreten, so niedrig wie möglich zu gestalten….

  • Kuchi – e

    Bilder wie die legendäre „Woge“ von Hokusai oder andere Landschaftsdarstellungen haben die europäische Kunstgeschichte seit Ende des 19. Jahrhunderts geprägt. Der japanische Farbholzschnitt war den Künstlern der Moderne vor allem wegen der Tendenzen zur Abstraktion und der geheimnisvollen Austrahlung wichtige Anregung. Das Fehlen von Licht und Schatten ist zum Beispiel eine andere Wahrnehmung der Natur,…

  • Die Eiswüste lebt

    Ist es purer Luxus, wenn man einen Container (grün) voller Bücher in die Antarktis schickt, damit die dortigen Forscher sich auch mit Literatur beschäftigen? Dort, wo eigentlich das nackte Überleben an der Tagesordnung sein sollte, sich gemütlich in den Sessel lehnen und ein gutes Buch hervorholen – klingt das nicht ein bisschen sehr weldfremd? Oder…

  • Steve Wynn – ein Neodadaist??

    So zumindest schrieb das Forbes-Magazin ein wenig amüsiert über das Mißgeschick des Las Vegas-Tycoons Steve Wynn, der mit einer ausladenden Geste seinem Besitzerstolz Ausdruck verleihen wollte und ein Loch in das Gemälde „Le Rêve“ gerissen hat. Picassos Gemälde entstand 1932 und zeigt in verliebten runden weichen Formen seine damalige Geliebte Marie-Théres Walter Sicher ist dies…

  • Auweia

    In Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland in Bonn muss ein Foyer neu gestaltet werden. Der Ausstatter einer Bar des Museums hatte mit billigen Plagiaten edler Designersessel versucht, eine entsprechend exklusive Atmosphäre zu schaffen. Die Kopien müssen nun aus dem öffentlich zugänglichen Raum entfernt werden. Quelle: OLG Köln, Urteil vom 04.08.2006, Az. 6 U 227/05…

2 Kommentare

  1. Wenn das eine Preisfrage sein soll, wer hier für was wirbt, dann funktioniert die Anmache wohl nicht. Der Text lässt mich an Kaya Yanar denken und die Farbe assoziiere ich vage mit den Telekomikern. Das war’s … viellleicht wäre bei den Fundstücken das nächste Mal ein Quellennachweis möglich?

  2. Ha! Na klar stecken die Telekomiker dahinter!!! Und sehr schön, der Beweis, dass das nicht funktioniert. Es soll die Guggenheim Ausstellung beworben werden und es steht auf der HP der Telekom. Da soll es zum Ansehen eines Multimedia-Specials animieren.
    Das ist aber so Multimedia gar nicht, sondern liefert nur z.T. nicht ganz so gute Texte über ausgewählte Exponate der Ausstellung.

Kommentar verfassen