29. August 2010, Ausstellungen gucken:
Nur für einen Tag
Man kann nicht alles kennen, was es an Kennenswertem im Bereich Kunst und Kultur in Köln gibt. Dass ich aber bislang noch nichts von der Initiative Vorgebirgspark Skulptur gehörte habe, die dieses Jahr immerhin zum 11. Male namhafte Künstler eingeladen hat, für einen Tag den Park in Zollstock zu gestalen, das hat mich doch erstaunt. Es mag vielleicht daran liegen, dass es nur ein einziger Tag ist, an dem die temporären Installationen zu sehen sind. Von nun an werde ich die Aktionen der Initiative aufmerksam verfolgen. Was ich da heute sehen durfte hat mich begeistert und lohnt auf jeden Fall die Dokumentation hier.
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3. August 2010, Besondere Anlässe:
Die Brücke von Arles
Voller Vorfreude auf den bevorstehenden Urlaub in der Provence erinnere ich mich an viele Stunden vor dem Bild "Die Brücke von Arles" im Wallraf-Richartz-Museum. Das kleinformatige Gemälde von Vincent van Gogh ist ein absolutes Highlight in der Sammlung des Kölner Museums. Bereits im Jahre 1911 vom fortschrittlichen Direktor Hagelstange für das Kölner Museum angekauft, ist dies die wahrscheinlich letzte Version von insgesamt vier Darstellungen, die van Gogh zwischen März und Mai 1888 während seines legendären Aufenthaltes in Arles geschaffen hat. Offensichtlich hatte er an diesem Motiv, das ihn an seine holländische Heimat erinnerte, großen Gefallen gefunden.

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9. Juli 2010, Ausstellungen gucken:
Ein Abend mit Jim Avignon
Mit einem Konzert seiner neuen Band „Anxieteam“ eröffneteJim Avignon gestern Abend seine Ausstellung in der Galerie Schüppenhauer. Die neue Band (parallel zu Neoangin), die laut PR-Text die Leere füllen möchte, die der King of Pop hinterlassen hat, besteht aus Jim und dem Maler-Musiker-Kollegen Jon Burgerman und fühlt sich folgenden Stilrichtungen verpflichtet: Rick Wakeman / New Order / Yazz / Felt / Denim / Pet Shop Boys / Arab Strap / 8bit bEtty / The Proclaimers / Micachu / The Fall / Michael Jackson / Telex / Pulp / Robert Crumb / XOC / Bit Shifter / Boxcutter / Stacka Bo / Dan Deacon / Family Fodder / Ian Dury / Ian Curtis / John Peel / Jeffery Lewis / Aidan Smith / John Cooper Clarke.

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28. Juni 2010, Fundstücke:
Luxus pur: Jacques-Émile Ruhlmann
Mein Text über den exquisiten Möbeldesigner Ruhlmann konnte aus Platzgründen nicht mehr in das ehrgeizige Publikationsprojekt "Moderne Möbel: 150 Jahre Design" von Andrea Melhose und Martin Wellner aufgenommen werden. Somit nutze ich die Gelegenheit, ihn hier nachzureichen und gleichzeitig ein bisschen Werbung für dieses tolle Möbelbuch zu machen. Einen solch schön gestalteten Überblick über 150 Jahre Möbeldesign lohnt es, zu besitzen. Ob als Coffeetable-Book oder als informatives Nachschlagewerk. Ganz nach Ihren Interessen.

Mein Beitrag im Buch: Möbel des Jugendstil
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14. Juni 2010, Gedankensplitter:
Der Charme alternativer Ausstellungsorte
Ich stelle immer wieder fest, dass mich Ausstellungsorte faszinieren, die von sich aus schon eine Geschichte, eine gewisse Aura mitbringen. So wie zum Beispiel ein Hochbunker, in welchem sich unterschiedliche Künstler zu einer Gemeinschaftsausstellung zusammengefunden haben. Besonders überraschend fand ich auch die Begegnung mit Christian Boltanskis "Archives" in einem spießigen Ruhrpott-Wohnzimmer. Während die Gastgeber-Familie ihrem Tagewerk nachging, saß die Gruppe Kunstinteressierter auf der Eckbank und ließ sich von einer erstaunlich gut informierten Freiwilligen die Kunst von Boltanski erklären.

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11. Juni 2010, Ausstellungen gucken:
new talents biennale
In Köln wird es wieder eine schöne neue Tradition geben, denn die new talents biennale findet nach 2008 nun zum zweiten Mal statt. Geballte Nachwuchskraft wird sich der Stadt bemächtigen und quasi als Entschädigung dafür, dass Köln nicht Kulturhauptstadt geworden ist, holt man sich auch noch die Kulturhauptstädte nach Köln. Das Konzept von new talents, übrigens ein Projekt des Kunstraumes Fuhrwerkswaage e.V., ist es, Absolventen von Kunsthochschulen eine Plattform zu bieten. Und mit über 50 Teilnehmern aus insgesamt 9 Hochschulen hat man nun vom 12. bis zum 20. Juni die einmalige Gelegenheit, sich über den künstlerischen Nachwuchs zu informieren.

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Posted by Kulturtussi in Ausstellungen gucken at 09:32 | Permalink | Comments (0)
7. Juni 2010, Besondere Anlässe:
Louise Bourgeois - Grand Dame der Kunst
“Ich habe das Gefühl, dass mein Leben mich mehr kontrolliert als ich mein Leben. Kann ich nach dieser Wahnsinns-Bemerkung bitte eine Cola haben?”
Zuletzt hat sie die Journalisten, jungen Künstler und interessanten Zeitgenossen nicht mehr sonntags zu solch skurrilen Gesprächen einladen können. Da war sie schon zu schwach. Aber gearbeitet hat sie immer noch. Nun ist Louise Bourgeois am 31. Mai im sagenhaften Alter von 98 in ihrem New Yorker Haus gestorben.

Die Künstlerin fotografiert von Annie Leibovitz, 1997
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22. Mai 2010, Eröffnungsreden:
Die Semantik des Sehens – oder Bilder lügen nicht
Die Künstlerin Petra Weifenbach liefert in ihrem Oeuvre einen ungewöhnlich großen Fundus an bildkünstlerischen Genres, mit denen sich der Betrachter auseinandersetzen darf. Dabei ist das Selbstreferentielle einer nur auf die Machart bezogenen Kunst ihre Sache nicht, wenn sie Fotoarbeiten entwirft, Objekte gestaltet oder sich mit Konzepten für Kunst am Bau beschäftigt, Installationen inszeniert, zeichnet und stickt. Vielmehr teilt die Künstlerin ihren Blick auf die Welt mit dem Betrachter, lässt ihn auf Entdeckungsreise gehen und vermittelt Aha-Erlebnisse – nach der sprachtheoretischen Definition „ein eigenartiges im Denkverlauf auftretendes lustbetontes Erlebnis, das sich bei plötzlicher Einsicht in einen zuerst undurchsichtigen Zusammenhang einstellt.“

modelmodel. Nachinszenierungen von Modefotos. 29 x 2 Laserprints in A3 - A0, 1993-2001
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19. Mai 2010, :
Kunst und Wirtschaft
Die einzig Konstante ist die Veränderung. Mit dieser Erkenntnis startete gestern eine vielversprechende Veranstaltung der IHK Köln zum Thema „Verändern mit Kunst“.
Dr. Ulrich S. Soénius, Geschäftsführer der IHK Köln für Standortpolitik, Verkehr und Unternehmensförderung wollte einmal ausprobieren, was passiert, wenn man Kunstschaffende und Unternehmer zu einem gemeinsamen Workshop einlädt. Und um die 60 Teilnehmer saßen dann auch erwartungsfroh im Börsensaal und lauschten der Einführung durch Dr. Hartmut Neckel von der Firma Scientific Consulting, die den Nachmittag bespielen sollte. Durch eine kurze Befragung, die mit Handzeichen beantwortet wurde, war klar, dass ungefähr die Hälfte der Interessierten aus Kulturschaffenden bestand. Gefühlt vielleicht noch mehr. Unternehmer gab es schon auch einige – wie mir schien jedoch mit einem eher zögerlich-skeptischen Gesichtsausdruck. Doch dazu später mehr.

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16. Mai 2010, Eröffnungsreden:
Dagmar Schmidt - Malerei
„Wir leben in einem Zaubergarten und bemerken es nicht. Farben, die vertrauten und manchmal sogar etwas aufdringlichen Gefährten unseres „grauen“ Alltags, erscheinen uns als etwas so Selbstverständliches, dass wir kaum noch imstande sind, sie in ihrer Fülle und Lebendigkeit wahrzunehmen. Wir verfehlen dadurch die Begegnung mit einer der rätselhaftesten Erscheinungen unserer Welt, die ihr Geheimnis bis heute weigehend bewahrt hat.“
Die Autorin Margarete Bruns hat 1998 ein bemerkenswertes Buch mit dem Titel „Das Rätsel Farbe. Materie und Mythos“ veröffentlicht, in welchem sie nicht nur die physikalischen sondern vor allem auch die psychologischen Aspekte des Rätsels Farbe untersucht hat. Und fast scheint es, als wenn die Bilder von Dagmar Schmidt eine Ahnung von den komplexen Hintergründen und Entstehungsgeschichten der geheimnisvollen Welt der Farben geben und den Betrachter darüber in die besondere Erlebniswelt der Bilder entführen möchten.

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Posted by Kulturtussi in Eröffnungsreden at 18:27 | Permalink | Comments (0)
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