Elvis Presley

Er starb vor dreißig Jahren und war eigentlich vorher schon zum Mythos geworden. Andy Warhol präsentierte mit seinem „Double“ oder sogar „Triple Elvis“ Anfang der sechziger Jahre den Megastar als Matrix für die Welt der Popbilder. Sie zielten auf die Diskrepanz zwischen dem Menschen und seinem Image und der silberne Hintergrund wies auf das Medium „Film“ und letzten Endes auch den Siebdruck hin.
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Die Vorlage zu dem Bild, das es in mehreren Versionen gibt, nahm Warhol seinerzeit aus den Filmstills zu „Flaming Star“, einem Film über das tragische Schicksal von Gutmensch-Indianern und ihren Freunden.
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Das Schicksal Elvis Presleys steht für die zerstörerischen Mechanismen der Hollywood-Gesellschaft. Ebenso wie Marilyn Monroe war er zu einer öffentlichen Ikone geworden. Sicher auch die uralte Bedeutung von „Ikone“ aufgreifend hat Warhol seine Bilder geschaffen, die die Verehrung der Stars ebenso verdeutlich, wie deren Abgelöstsein von der Realität. Gleichsam erscheinen sie in den Bildern Warhols „entrückt“ und wie in einer anderen Welt. Die Vervielfältigung ihrer Person ist dabei ein wesentlicher Aspekt, der in der Pop Art auch hinsichtlich der technischen Möglichkeiten aufgegriffen wird. Interessant übrigens, dass noch vor Jahren (1994) ein Elvis-Porträt Warhols nicht einmal die Hälfte seines Schätzpreises einbringen wollte. Mittlerweile werden jedoch wieder astronomische Summen für Warhols erzielt. Dies zeigt, das der Pop Artist zwanzig Jahre nach seinem Tode ebenfalls zur lebenden Legende geworden ist. Ebenso wie der „King of Rock’n’Roll“, dem die Kulturtussi hier ein stilles Gedenken widmet (ich war damals gerade in Schweden, als mich die Nachricht vom Tode doch sehr getroffen hat!!!)
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