Autor: Kulturtussi

  • Die haptische Dimension des Zeichnens

    To scar bedeutet im Englischen „zeichnen“ aber auch „eine Wunde/einen Kratzer hinterlassen“. Aus der Perspektive des Gestaltens bedeutet dies, sich mit der Oberfläche auseinandersetzen. Besonders die Landschaft trägt als Motiv ungeheures Potential zur Gestaltung dieser künstlerischen Fragestellung. Besonders solche beeindruckenden Formationen wie in der berühmten Kalksandsteinschlucht nahe dem britischen Malham haben die Tradition der Landschaftsmalerei…

  • Augenweide

    Jeder kann knipsen. Auch ein Automat. Aber nicht jeder kann beobachten. Photographieren ist nur insofern Kunst, als sich seiner die Kunst des Beobachtens bedient. Beobachten ist ein elementar dichterischer Vorgang. Auch die Wirklichkeit muss geformt werden, will man sie zum Sprechen bringen. Friedrich Dürrenmatt Die Photokina steht vor der Tür und wieder einmal versammelt sich…

  • Rembrandt und der kleine Junge

    Derzeit lockt eine schöne Ausstellung in die wohl klimatisierten Räume des Wallraf-Richartz-Museums. In einem durchaus gewagt designten Ambiente zeigt der Sammler George Kremer seine in den letzten 13 Jahren zusammengetragene Kunst. Insgesamt 50 Highlights der niederländischen Malerei des 17. Jahrhunderts – des Goldenen Zeitalters. Gerrit van Honthorst, Alte Frau, eine Münze im Licht einer Laterne…

  • Google inspiriert

    Immer wieder eine nette Überraschung für den Tag, wenn man Google aufruft und die ein neues Gimmick entsprechend einem besonderen Anlass gezeichnet haben. Und heute wurde die Kulturtussi natürlich sofort aufmerksam. Marc Chagall hätte heute seinen 121. Geburtstag. Und das finde ich auch wieder bemerkenswert an der Google-Aktion – nicht nur Jubiläen, die in den…

  • Die Achtziger

    Ungebremstes Durchstarten zu Beginn der Achtziger – das ist nun schon bald 30 Jahre her und man meint immer noch, es sei erst gestern gewesen. Dass ich begonnen habe, Kunstgeschichte zu studieren oder dass Bands wie Roxy Music „in“ waren. Oder dass sich Künstler fragten „Why pictures now“ und sich selbst die Antwort darauf gaben:…

  • rheinwärts

    Es muss einer dieser dunklen Tage gewesen sein. An denen das Wasser des Rheins geheimnisvoll dunkelgrün erscheint und die Flut die Wucht der Eisschmelze aus den Bergen mit sich bringt. Kräftige Pinselstriche entsprechen der Strömung. Darüber erhebt sich schiefergrau ein Fels. Einer, auf dem auch der berühmte Riesling wächst.

  • Gerhard Marcks

    Er wurde nach dem Krieg nach Köln geholt, damit er die Kunstszene der schwer angeschlagenen Stadt bereichern sollte. Und lieferte mit zahlreichen Skulpturen, die heute im Stadtbild zu sehen sind, markante Punkte in der Wahrnehmung Kölns. Nach Artikeln über Haubrich, Riphahn und Mataré war eine Darstellung von Leben und Werk Gerhard Marcks längst überfällig!