Museen in sozialen Netzwerken

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Kennt ihr das? Wenn ihr überquellt vor Anmerkungen, die ihr gerne zu einer Diskussion machen wollt. Aber keine Zeit da ist, sich intensiver damit zu beschäftigen? Fühlt sich doof an. Aber man kann (und sollte auch besser) nicht immer spontan auf alles einsteigen. Manches erledigt sich ja auch schnell wieder. Im Falle von Wolfgang Ullrichs Feature “Kommunizieren mit Kunst. Museen und die sozialen Medien” ist es allerdings etwas anderes. Das muss besprochen werden. Denn in dem Beitrag im Deutschlandfunk steckt viel Potenzial. Das gilt es herauszufiltern aus sehr vielen unterschiedlichen Themen, die sich in dem Beitrag auftun. Nicht ganz einfach und ich schaffe das wohl auch nicht allumfassend. Es wäre toll, wenn wir das gemeinsam im Diskurs noch anreichern könnten.

Aufwachen!

Er hat es ja selbst gesagt! Er will auch provozieren. Und ich sagte es schon mal: ich bin ihm dankbar für dieses Herausfordern. Denn Wolfgang Ullrich sieht auch Versäumnisse und hat recht, wenn er schlecht durchdachte Konzepte anprangert. Es mangelt leider hierzulande immer noch an guten Beispielen für Strategien von Museen in sozialen Netzwerken. Einige Leuchttürme – ja. Aber die stehen einer Reihe von unglücklichen Auftritten gegenüber. Da haben es Kritiker einfach, ein Haar in der Suppe zu finden.

Ich finde es sehr wichtig, dass wir in den Diskurs um Qualität der Museumsauftritte in den sozialen Netzwerken kommen. Ob es mit dem Schreckgespenst “Besucherzahlen” gelingt, bin ich mir nicht so sicher. Da ist ja ein großer Leidensdruck in den Museen. Und es bringt einen dann schnell immer zu der Assoziationskette “Blockbuster-Massentauglichkeit-Oberflächlichkeit-Kulturniedergang”.

Ich bin übrigens manchmal schlecht im Erkennen von Ironie. Und deswegen hab ich Wolfgang Ullrichs Beitrag mehrere Male gelesen. Bin mir immer noch nicht sicher, ob er so ganz der Fürsprecher strategischer Planungen für Auftritte in den sozialen Netzwerken ist. Wie dem auch sei: es gibt eine Menge Denkanstösse in seinem Beitrag. Aber auch Anregungen zum Widerspruch.

Kunstvermittlung

Was meine Definition von Kunstvermittlung ist, hatte ich ja schon bei der Banalisierungs-Debatte kundgetan. Eines fehlt mir in dem Beitrag komplett. Das ist die Anerkennung der Profession eines Kunstvermittlers. Leider ist dieser Beruf auch nicht so klar umrissen, als dass man sich da schnell auf einen gemeinsamen Nenner einigen könnte. Aber zum Beispiel sehe ich im Kurator/in der Kuratorin keine expliziten Kunstvermittler – in dem Sinne, wie ich es verstehe. Und somit bin ich auch nicht der Meinung, dass sich ein Kurator als erstes Gedanken über Zielgruppen machen sollte. Ich kann jetzt hier kein Organigram von Kulturinstitutionen ausführen – aber könnten wir uns vielleicht auf die Vorstellung einigen, dass es unterschiedliche Aufgaben in so einem Betrieb gibt? Und natürlich idealerweise auch eine gut funktionierende Zusammenarbeit im Team. Das wäre hilfreich!

Gute Kunstvermittlung ist mitnichten “motivierend auf die Besucher zu wirken und ihnen zu suggerieren, sie seien selbst auch kreativ und könnten viele tolle Sachen machen” (oh, ja, hier trieft es doch sehr von Ironie :-). Es geht doch um Erkenntnisgewinn. Und dieser muss meiner Meinung nach nicht nach dem Muster “Was will der Künstler uns damit sagen” erfolgen. (Einbahnstraße!) Mein Credo ist vielmehr, die Begegnung mit dem Kunstwerk so zu ermöglichen, dass man auch aus der Besucherperspektive darauf blicken kann. Was erkennt er? Welche Emotionen und Assoziationen verbindet er damit? Und letzten Endes: Was nimmt er von dieser Begegnung mit in seinen Alltag.

Social Media

Doch nun zu den sozialen Medien. Wie können, wie sollen Museen da agieren? Anika Meier hat in ihrem Beitrag zum Thema recht hart aber durchaus berechtigt kritisiert, dass Museen dort nur ihre eigene Hilflosigkeit kommunizieren würden. Und oftmals PR-Agenturen den Job überließen, Vermittlungsideen zu entwickeln. Wolfgang Ullrich jedenfalls stellt fest: “Damit wird das Internet zum zunehmend wichtigen Ort der Inszenierung von Kunst; die Vermittlungsarbeit der Museen und Ausstellungshäuser findet hier ihre Fortsetzung und Vollendung.”

Der Diskurs dazu wird in erster Linie geprägt von der Ressourcen-Frage. Die ist wichtig. Wenn wir das aber mal beiseite lassen, dann stellt sich immer wieder die Frage nach dem Wie? Die Antwort kann nicht einfach sein! So vielgestaltig, wie die einzelnen Häuser, die Ausstellungen, die Kunst, so differenziert müssen die einzelnen Angebote, Aktionen und Kampagnen sein.

Instagram

Wolfgang Ullrich hat zurecht beklagt, dass es kaum einen Museums-Account gibt, der mit einer Bildsprache aufwartet, die unverwechselbar ist. (Im März hatte ich mir zu Instagram schon einmal Gedanken gemacht.) Ob es aber eine Lösung ist, hier nun Fotografen zu beauftragen, wage ich zu bezweifeln. Es sollten ja keine Mini-Imagebroschüren entstehen. Hier wiederhole ich gerne das allgemein gesungene Mantra einer notwendigen Strategie, der sich dann einzelne Bilder unterordnen. Und hier darf man schon ein bisschen mehr Kreativität erwarten, als die obligatorischen Fotos “hinter die Kulissen”. Natürlich ist es super, wenn man sich “Profis” mit einer gewissen Reichweite an die Seite nimmt. Die können einem durch Aktionen für einen Moment zu einer größeren Sichtweise verhelfen. Aber dranbleiben muss man dann weiterhin selber. Und das mit einer gewissen Regelmäßigkeit, mit einer Botschaft, mit Geschichten.

Ohne Bild geht nicht?

“…was bleibt von den Sozialen Medien, wenn man mit Fotografien auf ihren Hauptinhalt verzichtet…”, fragt Ullrich. Gut, Bilder sind schon wichtig. Aber Sprache ist auch ein wesentlicher Bestandteil unserer Kommunikation. Ullrich erwähnt ja selber auch die “Macht” eines Hashtags. In ihrem Blogbeitrag über das Vitra Design Museum hat Angelika Schoder auch gerade einen ausführlichen Exkurs zum Thema “Hashtag” eingebunden.

Ich würde mir wünschen, dass mehr Wert gelegt würde auf sprachliche Feinheiten und eben auch auf die Bedeutung eines wirklich gut zündenden Hashtags. Darüber nachzusinnen, ist alles andere als banal. Denn damit steht und fällt eine Geschichte. Und Geschichten erzählen ist für mich eine der hervorragendsten Möglichkeiten, die Aufmerksamkeit des Publikums zu erreichen. Wie oft haben wir auf Barcamps, auf Tagungen und in Publikationen durchdekliniert, wie das geht: gutes Storytelling. Und ich mag schon gar nicht mehr zählen, wo überall steht, dass dies die Bedingung für einen erfolgreichen Social Media Auftritt ist. Was mich immer wieder frustriert: das wird so gut wie nie eingelöst! Man weiß, wie es geht. Aber ist halt auch Arbeit! Macht man nicht mal eben zwischen Tür und Angel.

Museen im Wandel

Zum Schluss begeben wir uns noch mal auf die Meta-Ebene. Denn wenn es um Strategien geht, dann muss man natürlich auch grundsätzliche Fragen klären. Zum Beispiel die, welche Aufgaben ein Museum eigentlich haben sollte. Tja, das offene Museum ist so ein Stichwort, dass ich hier nicht weiter ausführen kann. Das ist einfach auch noch mal ein riesiger Überbau, mit dem man sich eigentlich extra befassen muss. Da muss jedes Museum einen eigenen Gedankenprozess durchlaufen. Und zwar ganz dringend, bevor man sich Gedanken über die Befüllung irgendwelcher Kanäle macht. Ja genau, es geht um Change-Management. Wieder so ein Thema, was einen eigenen Diskurs verlangt.

Ich will zum Schluss auf die Charakterisierung Ullrichs eingehen, mit der er den Museumsbesuch beschreibt, wie er als “rund zweihundert Jahre existierende Rezeptionspraktik” existiert habe:

So war das Museum der Ort, an dem die Werke rein für sich, losgelöst von allen ökonomischen oder instrumentalisierenden Faktoren wahrgenommen werden sollten. Auf diese Weise sollte es möglich sein, sie als autonome Schöpfungen zu erfahren und damit ihrem spezifischen Charakter gerecht zu werden. Sich ihnen unter Absehung von allem anderen zu widmen, galt als Bedingung dafür, ihre spirituellen oder intellektuellen Gehalte erschließen zu können und ihnen interpretierend gerecht zu werden, war aber auch Ausdruck davon, sie als etwas Überlegenes und Werke von Genies zu akzeptieren, die zu verstehen seinerseits Begabung und Aufwand verlangt.”

Ich werde das Gefühl nicht los, dass hier ein durch und durch romantischer Kunstbegriff postuliert wird. Ich bin der Meinung, dass dieser mitnichten bis vor Kurzem noch gültig war. Und schon gar nicht, dass erst die Kunstvermittlung und nun vielleicht das Museumselfie diesen zerstört habe.

Und so komme ich hier mal zum Ende. Meine Erkenntnis – auch für die zukünftigen Diskussionen – es ist eine Frage der Haltung, wie man sich mit dem komplexen Thema der Museen in den sozialen Medien auseinandersetzt. Klar, auch die äußeren Bedingungen (und Veränderungen) spielen eine wichtige Rolle. Aber in erster Linie ist es eine Frage der Haltung!

In diesem Sinne bin ich sehr gespannt auf weitere Auseinandersetzungen, gerne auch in den Kommentaren hier. Besonders freue ich mich aber auf die Podiumsdiskussion mit Wolfgang Ullrich am 25. November. Bin mir sicher, dass wir dort nicht nur über Bilder, Selfies und Emojis reden werden 😉

 

 

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18 Comments

  1. Liebe Anke,
    ich finde es schön, dass zur Zeit diese Debatte an so vielen unterschiedlichen Stellen so intensiv geführt wird und dass auch immer mehr Museen und (wie bei mir im Blog nun) ihre Verbände mitdiskutieren. Ich finde es sehr wichtig, dass man sich transparent austauscht und versucht, voneinander zu lernen.
    Gleichzeitig glaube ich nicht, dass es für alle Museen DIE perfekte einheitliche Lösung zum Auftritt in den sozialen Medien gibt. Es ist wichtig, dass die Museen das WWW und soziale Medien als verlängerten Arm für ihre Vermittlungsarbeit erkennen. Nicht nur als Anzeigenblatt, wo jeder noch mal auf seine aktuelle Ausstellung hinweist, ohne mit anderen in Dialog zu treten und ohne Geschichten zu erzählen. Manche Museen sind noch gar nicht in sozialen Medien aktiv. Und Kunstvermittlung und die Vermittlung von Geschichte oder Archäologie erfordern auch noch einmal andere Formate. Auf Facebook können Museen durchaus viele Besucher ansprechen und auf Twitter können sie immer noch super Networking im Kulturbereich betreiben, während sie die junge Zielgruppe natürlich schon längst wieder woanders suchen müssen.

    Viele Grüße,
    Marlene

    • Liebe Marlene,
      mir war es wichtig, ganz deutlich darauf hinzuweisen, dass es eben nicht die Einheitslösung gibt. Deswegen verstehe ich deinen Einwand nicht ganz.
      Aber manchmal geht sowas ja unter in der Komplexität der ganzen Themen 🙂

      Viele Grüße
      Anke

  2. Liebe Anke,
    ich mag deine Beiträge sehr und freue mich besonders über diesen. Besser hätte ich keine Kritik an Ullrichs aktuellem Artikel formulieren können. Wobei man schon sagen muss, dass es auch seltsam ist, dass egal was er anspricht, eine Debatte auslöst. Das finde ich auf der einen Seite ganz wunderbar, weil es endlich Diskussionen gibt, aber gleichzeitig schreiben natürlich auch andere Autoren seit Jahren kluge Texte und nichts ist passiert. Aber vielleicht ändert sich auch gerade unsere Kultur und wir bewegen uns endlich mal weg vom ständigen Loben der Institutionen, nur weil sie “etwas” im Netz machen. Einfach nur etwas tun verstehe ich als Ressourcenverschwendung und kann auch gelassen werden. Viel wichtiger ist die Strategie, die du zu recht so sehr hervorhebst. Da ich aber auch gerade an einem Beitrag dazu sitze, fasse ich mich mal kurz 😉 zur Debatte um die Kunstvermittlung möchte ich aber noch sagen, dass du für mich eine erfrischende Ausnahme der meisten Kunstvermittler bist, die ich kenne. Viel zu oft scheinen mir die Ansätze viel zu sehr “Malen nach Zahlen” zu sein anstatt eine ehrliche und von dir geforderte Auseinandersetzung mit den Inhalten.
    Liebe Grüße
    Michelle

    • Liebe Michelle,

      ich danke dir für das Kompliment – oder sogar für beide 🙂

      Ja, es gibt Kunstvermittler, die noch ein bisschen die “alte” Schule vertreten. Im wahrsten Sinne des Wortes. Manchmal frage ich mich, ob nicht auch die mangelnde Anerkennung professioneller Kunstvermittlung dazu führt, dass sich nur langsam neue Ideen durchsetzen. Hier sehe ich die Kunstvermittlung übrigens in einem Boot mit den Social Media Managern – solange nicht auch mal ein paar alte Zöpfe fallen, wird es schwer mit neuen Haltungen.
      Aber ich schiebe jetzt die Gebetsmühle nicht schon wieder an! Freu mich auf deinen Beitrag zum Thema “Strategie”.

      Lieben Gruß
      Anke

  3. Liebe Anke,

    Deine Anfangszeilen sind mir aus der Seele gesprochen (gilt übrigens auch für die restlichen Zeilen)! Daher warte ich nicht länger und mache einige Bemerkungen. Was ist bei mir hängen geblieben nach einem Schnelldurchlauf des Beitrags von Wolfgang Ullrich?
    Vorab: Und ob es sich lohnt, sich mit ihm auseinanderzusetzen; er ist ein scharfer Beobachter, in vielen etwas pointiert formulierten Punkten gebe ich ihm manchmal (teilweise) Recht. Aber:

    1) Ich kenne persönlich mehrere Museumsleute gut. Denen geht es beileibe nicht um wirksames Erhöhen von Besucherzahlen. Denen ist es ein HERZensanliegen und eine tiefgefühlte innere Verpflichtung, allen Menschen auf dieser Erde freien Zugang zu Kunst und Kultur zu ermöglichen, weil diese ein Recht darauf haben (ein Grundrecht sogar laut den Vereinten Nationen). Ja, der Museums- oder Ausstellungskurator IST dem Publikum in all seiner Heterogenität verpflichtet! Diesen Ansatz: Auftrag und Herzblut, vermisse ich im Beitrag von Herrn Ulrich. Habe ich etwas übersehen?

    2) Genauso wie Du war ich stutzig als ich las, wie es angeblich in früheren Zeiten in Museen zuging. Kommt mir ziemlich karikaturhaft vor.

    3) Kann man auf Instagram ordentliche Kulturvermittlung betreiben, sogar inklusive traditionellen kunsthistorischen Inhalten? Ja, Beispiel National Gallery of Art In Washington DC: https://www.instagram.com/ngadc/

    Liebe Anke,

    An einem Tag wie heute will ich dies auch unbedingt wieder loswerden: Worum es für mich in Kultur und Museen zutiefst geht? Um eine grundsätzliche ‘gesellschaftliche Relevanz’ dieser Art: https://youtu.be/sjBvJNRFTlM (Nick Poole, Video, 5 Minuten)!

    Dank und Grüsse!
    Peter

    • Lieber Peter,
      sorry, meine Antwort an dich ist nach unten gerutscht. Ich hoffe, du findest sie trotzdem 🙂

  4. Liebe Anke von Heyl,

    ganz herzlichen Dank für all Ihre Anmerkungen und Einwände zu meinem Essay über Kunstmuseen und Soziale Medien! Allein dass wir die Möglichkeit haben, auf diesem Weg zu diskutieren, ja dass Diskussionen dieser Art überhaupt erst entstehen können, zeugt von der Bedeutung der Sozialen Medien (und tatsächlich weit über den Umgang mit Bildern hinaus ;-))

    In meiner Antwort möchte ich vor allem auf Ihren letzten Absatz eingehen, weil mich Meta-Ebenen, wie Sie’s nennen, immer besonders interessieren. In knapp zwei Wochen (am 27. November) werde ich dazu auf dem Symposium „Grenzen des Wachstums. Das Kunstmuseum gestern, heute und morgen“ in Stuttgart (http://grenzendeswachstums.com) auch einen Vortrag unter dem Titel „Das Kunstmuseum der Zukunft – eine Kreativitätsagentur?“ halten – und möchte im folgenden schon mal ein paar Gedanken daraus zur Diskussion stellen.

    Sie zitieren die Passage meines Essays, in der ich an die alte Idee vom Kunstmuseum erinnere. Weder identifiziere ich mich damit, noch glaube ich, dass die Realität oft so aussah, wie es das (romantische) Ideal vorgab. Ich schreibe ja auch nur, was diesem Ideal zufolge möglich sein SOLLTE, will also vergegenwärtigen, was, in Zeiten eines entstehenden und nach und nach mächtig werdenden Bildungsbürgertums, die ideell-ideologische Grundlage dafür war, Museen zu errichten und mit Steuergeldern zu betreiben. Es war der Glaube an die Ausnahmestellung von Kunst, der das alles legitimierte und ermöglichte. Das Museum stand im Dienst der Werke, die (mal wieder etwas zugespitzt im Wackenroder-Style formuliert) als Hervorbringungen gottgleicher Künstler verehrt werden sollten.

    Dieses Ideal hat sich nun seit rund einem halben Jahrhundert abgeschwächt bzw. hat starke Konkurrenz bekommen, Demokratisierung und Ermächtigung des Individuums sind zu neuen Idealen geworden, die sich gerade auch auf das (Selbst)verständnis der Kunstmuseen ausgewirkt haben. Tatsächlich glaube ich, dass es insbesondere die von Andreas Reckwitz in seinem Buch „Die Erfindung der Kreativität“ (2012) hervorragend beschriebenen Kreativitätsimperative sind, die Museen und Ausstellungshäuser vor die größten Herausforderungen ihrer Geschichte stellen. Seit Kreativität zum generellen Anspruch geworden ist („Jeder Mensch ist ein Künstler“) und Demokratisierung zugleich vor allem auch Ökonomisierung bedeutet, sind die Menschen auf der Suche nach Quellen der Inspiration und Anregung, ja brauchen Orte, an denen ihnen Kreativität als Ressource vermittelt wird. Kunstvermittlung ist daher aus meiner Sicht vor allem Kreativitätsvermittlung. Die Besucher kommen nicht mehr, weil sie die Schöpfungen anderer bewundern und verehren, sondern weil sie sich selbst als kreativ und inspiriert erleben wollen. Das stellt zugleich eine enorme Aufwertung der Kunstinstitutionen dar, da Museen und Ausstellungshäuser nicht länger dem Verdacht ausgesetzt sind, lediglich Luxuseinrichtungen für eine kleine bildungsbürgerliche Klientel zu sein. Vielmehr übernehmen sie eine geradezu existenzielle Funktion. Je mehr sie zu Kreativitätsagenturen werden, desto besser decken sie den Bedarf nach Inspiration, desto überzeugender entlasten sie Menschen aber auch von der Sorge, selbst zu unkreativ zu sein.

    Die neue Aufgabe der Museen versteckt sich, wie ich finde, zu arglos und bescheiden hinter dem Begriff der Kunstvermittlung. Deshalb verwende ich hier mal lieber wieder einen etwas provokanten Begriff, eben den der Museen als Kreativitätsagenturen. Denn mir wäre es wichtig, dass das, was in den letzten Jahrzehnten nach und nach passiert ist, nun aber eigentlich ganz offenbar und irreversibel geworden ist, auch in aller Deutlichkeit diskutiert werden kann. Dann bekommen vielleicht auch die Debatten über Museen und Social Media eine klarere Richtung, denn was da passiert, verfolgt ja alles ebenfalls das große Ziel, Besucher aus ihrer passiven Rolle als Re-zipienten herauszuholen und zu vielfältigen Formen von eigener Aktivität und Kreativität zu verführen. Das reicht vom simplen Rebloggen eines Bildes bis dahin, selbst etwas im Museum zu inszenieren und via Social Media zu kommunizieren.

    Mit anderen Worten: Das, was üblicherweise Kunstvermittlung heißt, ist weniger dazu da, Verständnis für Werke und Künstler zu schaffen, als im Dienst des Publikums zu stehen, das ausgehend von eigens aufbereiteten Werken Inspiration erfahren und sich selbst erleben, ausprobieren, kreativ engagieren soll. Oder wie Sie selbst schreiben: Es geht darum, was die Besucher „mit in den Alltag nehmen“, in dem sie im Wettbewerb stehen und in vielen Formen, im Großen wie im Kleinen, eigene Ideen und Kreativität unter Beweis stellen müssen. Kunstvermittlung (wie z.B. auch einen klugen Umgang mit Hashtags, der zu eigenen Aktivitäten anregt) könnte man daher als institutionalisierten, konfektionierten Musendienst bezeichnen (Sie sehen, mich interessiert gerade eine „Anerkennung der Profession des Kunstvermittlers“, die bisher tatsächlich noch zu wünschen übrig ließ!). Dieser Musendienst richtet sich vor allem an diejenigen, die von sich aus wenig Übung darin haben, in eine kreative Stimmung zu gelangen, denen es also nicht genügt, nur in der Nähe von Kunst zu sein. Kunstvermittler selbst beschreiben ihre Tätigkeit auch gerne als „Hebammenarbeit“, welche die Besucher dazu motivieren soll, „selbst gestalterisch tätig zu werden und Kunst zu erschaffen“ (Yvonne Meyer-Eggenschwiler: Kunst erleben durch Kunstvermittlung. Projekte und Methoden zum Thema Kunstvermittlung und Museumspädagogik, Saarbrücken 2008, S. 79).

    Aber interessanterweise findet man diesen Gedanken schon in einem der frühesten Texte über Kunstvermittlung, die ich kenne – lange vor allen Debatten über Kreativität, Partizipation etc.
    Als der US-amerikanische Unternehmer Albert Barnes eine in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts eigens für seine Mitarbeiter zusammengestellte große Kunstsammlung in wöchentlichen Kursen nutzbar machte, operierte er schon mit Konstellationen, bei denen höchst Unterschiedliches in Nachbarschaft geriet, um das Assoziationsvermögen anzuregen. Die „unorthodoxe Gruppierung von offensichtlich sehr unterschiedlichen Gemälden sowie anderen Kunstwerken“ wecke „Neugier“, so schrieb Violette de Mazia, langjährige Mitarbeiterin von Barnes und verantwortlich für das Kursprogramm, im Jahr 1942 (!), so dass der Kursteilnehmer vor allem nach Ähnlichkeiten zwischen unterschiedlichen Artefakten suche. Schließlich bekomme er „einen Anreiz zu eigener kreativer Tätigkeit“ (“a stimulus to creative work of his own”) (Violette de Mazia: “An Experiment in Educational Method at the Barnes Foundation” (1942), in: John Dewey et al. (Hgg): Art and Education. A Collection of Essays (1954), Collingdale 1978, S. 140f.) Auch hier gingen Demokratisierung und Ökonomisierung übrigens schon Hand in Hand, den Barnes wollte seine Mitarbeiter sowohl zu freieren Individuen als auch zu produktiveren Arbeitskräften erziehen!

    Kunstvermittler sind für mich also (vielleicht sogar mehr noch als Künstler) Leitfiguren des Zeitalters der Kreativität. Sie sind Experten darin, andere zu motivieren, mit dem Gefühl des ‚Alles-ist-Möglich‘ zu versorgen und dazu anzuleiten, ausgehend von Kunstwerken zu malen, zu collagieren oder Aktionen in den Social Media zu entwickeln und eine Atmosphäre der Kreativität direkt in eigenes Tun umzusetzen. Zunehmend wird es ja auch üblich, die auf Initiative von Kunstvermittlern entstandenen Artefakte der Besucher in die Ausstellungen zu integrieren, die Kreativität der Besucher also wiederum eigens in Szene zu setzen, um motivierend zu wirken – und jeden neuen Besucher zu dem Wunsch zu verführen, bei nächsten Mal auch selbst mitzuwirken.

    Das Marta Museum diskutiert zurzeit ja unter dem Hashtag #BesucherMacht auch über denselben Paradigmenwechsel, den ich beschreibe. In dem hochinteressanten Beitrag von Sarah Niesel (http://marta-blog.de/besuchermacht-die-doppelte-macht-des-besuchers/) ist ausdrücklich vom „Wechsel vom Rezipienten zum Produzenten“ die Rede, wobei hier eher die Annäherung des Besuchers an den Kurator (als an den Künstler) gemeint ist. Doch da Kuratoren ihrerseits sich in den letzten Jahren in ihrem Rollenverständnis immer mehr Künstlern angenähert haben, geht es hier letztlich um dasselbe Phänomen, das ich angesprochen habe: die Aufwertung des passiven Rezipienten zum kreativen Protagonisten mit der Kunstvermittlung als Medium.

    Ja, ich freue mich auch sehr auf unsere Podiumsdiskussion am 25. November in Karlsruhe!

    Ganz herzlich

    Wolfgang Ullrich

    • Lieber Herr Ullrich,

      auch Ihnen ganz herzlichen Dank für die Zeit und ihre Gedanken hier zu meinem Beitrag. Wie ich sehe, hatte ich sie offensichtlich ein bisschen missverstanden. Jetzt bin ich aber froh, dass wir zumindest eine gemeinsame Vorstellung vom Museum in der heutigen Zeit mit all den veränderten Anforderungen haben. Da lässt sich dann nämlich besser über die Inhalte diskutieren 🙂

      Ja, die Tagung in Stuttgart ist mir schon aufgefallen. Bin sehr gespannt, was wir davon mitbekommen und hoffe auf fleissige Twitterer vor Ort!

      Jetzt wieder zum Begriff der Kunstvermittlung. Ich mag die Vorstellung von einer “Leitfigur des Zeitalters der Kreativität”. Ist aber eine ziemliche Herausforderung, diese hehre Position auszufüllen, oder? Aber eine Vision könnte es zumindest sein.

      Ihre Vorstellung von Kunstvermittlung legt meiner Meinung nach aber zu sehr den Fokus auf die bildnerisch-praktische Arbeit. Artefakte zu schaffen, möglichst noch mit dem Anspruch, an die künstlerischen Positionen heranzureichen, die im Museum präsentiert werden – das kann nicht gut gehen.

      Mein Verständnis von Kreativität geht auch weit über eine solche künstlerische Aktivität hinaus. Für mich beinhaltet Kreativität vor allem die Fähigkeit zum Querdenken, zum Perspektivwechsel. Und vor allem zur Äußerung eigener Positionen. Mit einer eigenen Stimme. Nicht das Nachgestalten ist das Ziel. Sondern eine Meinung zur Kunst zu vertreten. Sie zu kontextualisieren. Ihr Bedeutung in bestimmten Zusammenhängen zuzuweisen. So sehe ich den Besucher als Produzenten – er darf seine Stimme erheben. Und ihr auch Ausdruck verleihen. Sei es in Bild, Text oder Musik. Vielleicht auch in seiner eigenen Sprache.

      Was die Passivität angeht, so stimme ich allen zu, die da zur Partizipation aufrufen. Diese kann sehr vielgestaltig sein. Mir geht da die Fantasie nicht aus, mir zu den unterschiedlichsten Anlässen und Kunstwerken immer neue Formate auszudenken. Aber sie kann weder unter dem Postulat einer “musealen” Denkweise stehen – wie von Sarah Niesel angedeutet. Noch kann es bedeuten, dass man sich künstlerisch mit Leinwand und Farbe eigener Kunstproduktion hingibt. (Wobei ich nichts gegen tollen Malunterricht sagen will!!)

      Meiner Meinung nach geht es ganz genau darum: ein Verständnis für Kunst und Künstler zu vermitteln und dazu zu ermutigen, hierzu einen Kommentar zu verfassen. Und Kommentar meine ich jetzt nicht in der trockenen ursprünglichen Bedeutung.

      Wenn wir “Kommentar” in Social-Media-Sprech betrachten, so ist dies eine eigene Meinung, die man mitteilt. Man denkt weiter. Dies ist schon eine sehr erstrebenswerte Form des Engagements. Die höchste Stufe, die man erreichen kann, wäre dann das “Teilen” – will heißen: man übernimmt es in die eigene Timeline. In das eigene Leben – dieser Gedanke, den Sie, lieber Herr Ullrich, in Ihrem Deutschlandfunk-Beitrag entwickelt haben, gefällt mir sehr gut. Wenn wir das mal genauer betrachten, dann kommt man auf eine ganz interessante Schiene. Ich nehme den Impuls, der mir gegeben wird. Tue noch mein Eigenes dazu und sage es weiter. Eigentlich eine schöne Idee – auch für die Kunstvermittlung.

      Vielleicht muss ich mal ein Kunstvermittler-Barcamp organisieren. Es gibt doch noch so viel zu besprechen.

      In diesem Sinne: herzliche Grüße und auf bald in Karlsruhe

      Anke von Heyl

  5. Liebe Anke,

    eigentlich wollte ich bloggen, vor allem meine Blogparade #KultDef strukturieren, soweit das überhaupt möglich ist. Gerade die Auslassungen darüber, was Kultur für jeden einzelnen bedeutet, hat zur aktuellen Diskussion um Kunstvermittlung starke Berührungspunkte. Schiebe ich mal wieder auf die andere Seite des Schreibtisches 😉

    Jetzt zu Wolfgang Ullrichs Thesen im Deutschlandfunk, auf die du hier antwortest:
    Ich habe gerade erst genau den Artikel gelesen und dachte mir, wow, so fitte Museen hinsichtlich Social Media haben wir also, da muss mir ja komplett etwas entgangen sein. Aber ja, ach so, er polemisiert. O.k. mache ich mal daran Abstriche, trotzdem, das Bild, das er zeichnet ist ein sehr fortschritliches und vor allem sehr theoretisches. Mir fehlt hier das tatsächliche Verständnis zum museologischen Arbeitsalltag, das aus meinen Erfahrungen heraus der Kampf um Mangelauswirkungen ist: Mangel an finanziellen und personellen Ressourcen, deshalb auch Mangel an professionellen Kommunikationsstrategien sowie Mangel an Erkenntnissen zu den Wirkmechanischmen des Social Webs.

    Blicke ich auf meine “Führungstätigkeiten” im Museum zurück, ist aber schon etwas veraltet, dann sah ich hier kein wirkliches Zusammenspiel zwischen Kuratoren und Kunstvermittlern. Das mag jetzt anders sein. Ich erlebte eher, dass Kunstvermittler überwiegend extern hinzugeholt wurden, sie entweder eine ganz allgemeine Themenvorgabe hatten oder ganz autark bestimmten, was sie wie vermitteln wollten. Manche von ihnen machen es vortragsartig im Museum, andere hörten ihren Zuhörern zu und begleiteten sie beim eigenständigen oder auch gelenkten “Sehen”, im Idealfall blieb Spielraum für die Reflexion des Besuchers. Das Kredo “Kreativität des Besuchers” zu fördern, sah ich bislang nicht.

    Das Social Web vermag Kunst im Netz vermitteln, die Besucher berichten so oder so darüber. Die Frage ist da eher, will das Museum da mitspielen, moderieren, zuhören oder sich austauschen? Das ist Vermittlungsarbeit, gleichzeitig ist es nur eine Seite der Medaille, die zweite hat sicherlich auch mit Empfehlungsmarketing zu tun: Es wird über das Museum gesprochen, es ist im Netz präsent. Schafft es nun das Museum etwas für sich positives daraus zu ziehen? Das ist die Frage. Vermag die verschränkte Arbeit der analogen und digitalen Kunstvermittlung zu mehr Ressourcen führen? Kurzfristig wohl kaum. Selbst hier sehr fortschrittliche Museen in Skandinavien, die Erfolg im Social Web haben, müssen jetzt mit Mittelkürzungen und Personalabbau kämpfen. Ein Umstand, der zum täglichen Brot in den deutschen Museen zählt. Eine Strategie muss her, das Museum, nein, die Kunst muss ein gesellschaftliches Thema sein, was es leider nicht ist, denn bei notwendigen Kürzungen wird zu allererst dort der Rotstift angesetzt, denn Kultur ist ja entbehrlich und nicht lebensnotwendig. Vor den aktuellen politischen Dramen hingegen, wäre hier ein Umdenken sehr angebracht: Kultur als verbindendes, integratives Element im freigeistigen Denken.

    Sorry, Anke, für meine Gedankenfetzen, denn nichts anderes sind sie. Polemisierungen sind gut, besser sind dann positive Resultate, noch ein sehr steiniger Weg!

    Herzlich,
    Tanja

    • Liebe Tanja,

      auch dir ganz lieben Dank für deine Zeit und deine Gedanken. Ich komme gerade auch kaum hinterher!!

      Du, Gedankenfetzen mag ich sehr. Das ist dann nicht so geschlossen. Sondern es gibt viele Möglichkeiten, weiter darauf rumzudenken!!

      Ich will gerne auch mit einem Gedankenfetzen antworten: gestern war ich auf einer internen Fortbildung des Museumsdienstes, wo es um das Thema Inklusion ging. Da sprach ein Schulrat von der Landesbehörde, der mich zutiefst beeindruckt hat. Er beharrte darauf: es ist keine Frage der Ressourcen. Es ist eine Frage der Haltung. Du kannst dir sicher vorstellen, dass aus den Reihen der Kolleginnen und Kollegen, vieler Lehrerinnen und Lehrer, die dort waren, stürmischer Protest kam. Natürlich, die Realität ist leider zu sehr geprägt von einem Mangeldenken. Nicht genug Stellen, nicht genug Geld. Und keine Zeit. Keine Zeit, keine Zeit, keine Zeit.

      Er blieb dabei: es ist eine Frage der Haltung. Und ich fand es einfach nur großartig. Ja, natürlich geht es dann in einem nächsten Schritt darum, das umzusetzen. Das ist mühsam. Und die Leute in der Praxis haben es schwer. Sehr schwer. Das sehe ich schon auch.

      Deswegen schließe ich mich deinem Credo für ein freigeistiges Denken an. Der viel beschworene Wandel – er muss vor allem in den Köpfen erfolgen. Man muss sich von lang gepflegten Glaubenssätzen verabschieden. Das ist das, was weh tut. Im Falle der Inklusion muss man sich vom Leistungsgedanken in der Schule verabschieden. Ja, da jault vielleicht auch die sorgenvolle Mutterseele auf. Man will doch, dass sein Kind die besten Chancen für die Zukunft bekommt. Und wenn diese Chance darin liegt, dass es frühzeitig lernt, auf andere Rücksicht zu nehmen? Lernt, dass es unterschiedlich begabte und befähigte Menschen gibt? Wäre das nicht eine tolle Zukunft, die wir uns auf diese Weise machen könnten?

      Dies kann man gerne auch auf die Kunstvermittlung übertragen. Muss die zum Beispiel immer verbal sein? Oder eben im Werkraum mit Pinsel und Farbe stattfinden?

      Ja, es ist sehr schade, dass man hier jetzt nicht eine lange Liste toller Beispiele aus der Praxis bringen kann. Dann ließe sich das nämlich alles besser aufzeigen. Als wenn es immer noch nur in den Köpfen kreist.

      Herzliche Grüße von Anke

  6. Lieber Peter,

    ich möchte dir an dieser Stelle – und auch euch anderen – sehr für eure Zeit und eure Gedanken danken. Es ist eure Zeit, die ihr mir schenkt!!

    Danke für den Hinweis auf den Instagram-Account der NG – das scheint mir in der Tat ein guter Ansatz. Ich bin ja immer bemüht, auch gute Ideen von deutschen Museen zu finden. Aber vielleicht nimmt sich ja mal jemand ein Beispiel!!! Bislang ist ja auch die Textfunktion von Instagram noch nicht so richtig entdeckt worden. Es kann sich zu einem richtigen kleinen Micro-Blogging entwickeln!

    Das Video ist sehr berührend. Ja, wir müssen aufeinander achten. Das ist so ein schönes Statement. Und gilt im übrigen auch für die Blogosphäre. Da müssen wir auch schauen, dass wir wertschätzend miteinander umgehen. Bislang ist das ja im Kulturbereich recht gut gelungen. Möchte gerne dran glauben, dass wir das für unsere Filterblase so erhalten.

    Herzliche Grüße von Anke

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