Erfolgreiches Crowdfunding

Erfolgreiches Crowdfunding – wie geht das? Wir haben es geschafft! Mit der Hilfe von 66 Menschen, die unsere Crowdfunding Aktion “Ein Buch für die Straße” unterstützt haben, konnten wir bereits zwei Wochen vor Ablauf der Laufzeit des Projektes bei startnext vermelden, dass wir das Fundingziel erreicht haben. Das ist ein wirklich großartiges Gefühl! Und wir haben sogar noch mehr eingenommen. Am Ende waren es 4772,00 Euro – 772 Euro mehr als wir angepeilt hatten! Damit auch andere von unseren Erfahrungen profitieren können, habe ich mich hingesetzt und den Verlauf unseres Crowdfunding aufgeschrieben. Es wäre schön, wenn das vor allem Akteuren aus Kunst und Kultur Mut macht, diese alternative Projektförderung auszuprobieren.

Alles begann damit, dass Lucas Lüdemann und ich mit der Chefredakteurin  von Kölns Straßenmagazin “Draussenseiter” ein E-Book im 11punkt Verlag publizierten. Christina Bacher erstellte hierfür als Herausgeberin von “Köln trotz(t) Armut” eine Textsammlung, die wertvolle Beiträge zu einer Perspektive über den Tellerrand der Gesellschaft hinweg liefern. Mit zahlreichen Adressen ist dieses E-Book ein wertvoller Reader für die soziale Arbeit geworden.

Die Idee für das Crowdfunding kam auf, als uns klar wurde, dass wir unbedingt auch noch eine gedruckte Version produzieren müssen. Für die Straßenverkäufer nämlich, die damit ihr Buch mit ihren Geschichten dann auch auf der Straße verkaufen können. Da der 11punkt Verlag nur für die Produktion von E-Books aufgestellt war, beschlossen wir, das Abenteuer Crowdfunding zu wagen. Ja, es hatte tatsächlich etwas von einem Abenteuer mit ungewissem Ausgang. Doch waren wir von Anfang an zuversichtlich, dass es klappen könnte.

Da es unabdingbar ist, dass das Projekt von einer natürlichen Person eingestellt wird, erklärte ich mich bereit, die Sache unter meinem Namen laufen zu lassen. Eigentlich gefällt mir diese enge Bindung an eine Person auch gut. Man kann sich nicht hinter irgendwelche GbR oder Vereinen oder Ähnlichem verschanzen. Das Fundingziel haben wir dann auf 4.000,00 Euro angesetzt. Das schien uns eine machbare Summe, die allerdings auch ein günstiges Druckerei-Angebot voraussetzt. Die Tatsache, dass Petra Piskar uns das Layout zu einem großzügigen Charity-Preis machen wird, gab uns die Chance, eine Summe zu wählen, vor der wir nicht wirklich Angst haben mussten. Zudem haben wir den gesamten Zeitraum von 90 Tagen ausgereizt. Wir wollten keinen Zeitdruck. Allerdings kann man sagen, dass am Anfang viel passiert ist und am Ende. Dazwischen tut sich eigentlich nicht wirklich viel. Da wir aber sehr viel offline geworben und Leute angesprochen haben, war es ganz gut, dass wir so lange Zeit hatten. Beim nächsten Mal würde ich es allerdings ausführlicher vorbereiten und dann auf eine kürzere Laufzeit mit größerer Dynamik setzen.

Von Anfang an hat mich bei der Aktion auch die Möglichkeit von Community-Building gereizt. Ich würde sogar behaupten, dass das neben dem Geldsammeln ein zusätzliches Ziel von Crowdfunding sein sollte. Die Bindung an eine spezifische Community, die einem in Zukunft nicht nur bei diesem Projekt zur Seite stehen kann, ist sicher für Kulturinstitutionen, aber auch für gemeinnützige Organisationen eine interessante Strategie.

Erfolgreiches Crowdfunding

Was dem Einzelnen nicht möglich ist, das schaffen viele.
F.W. Raiffeisen

Vorbereitung Crowdfunding

Das Thema Crowdfunding war nicht brandneu für mich. Ich hatte immer mal wieder Projekte verfolgt, war Fan geworden, hatte kleine Summen gespendet. Dadurch las ich mich intensiv schon vor Beginn unserer Aktion in vergleichbare Projekte ein. Zusätzlich habe ich auch auf anderen Plattformen vorbei geschaut. Ich kann das nur jedem empfehlen. Man lernt eine Menge, wenn man analysiert, wie andere Projekte laufen – oder eben auch nicht! Ich habe mich letztendlich für startnext entschieden, weil diese Plattform in meinem Netzwerk am bekanntesten ist und ich auch deren Kommunikation am transparentesten fand. Ich muss sagen, dass sich das auch bis zum Schluss durchgezogen hat. Man konnte immer recht unkompliziert mit dem Team über die Plattform kommunizieren, alles lief reibungslos. Im Vorfeld wird man durch die gut gewählten FAQ auch schon super angeleitet.

Geldflüsse

Das Einzige, was mich ein bisschen ins Schwitzen gebracht hat, war die Verbindung mit einem Konto, welches ich neu eröffnen musste. Dieses (bei der Fidor-Bank) musste dann mit dem bereits eingestellten Projekt verknüpft werden. Das war ein bisschen Gefummel. Muss aber auch so sein, denn es soll ja alles sauber laufen. Da wir mittlerweile auch die Summe schon ausgezahlt bekamen (vier Tage nach Projektende) kann ich sagen: alles tippitoppi!

Zwei Dinge vielleicht zur besonderen Aufmerksamkeit für alle, die ein Crowdfunding Projekt planen: denkt bitte daran, dass die Einnahmen brutto sind. Falls ihr also bei irgendwelchen Dankeschöns noch Mehrwertsteuer aufschlagen müsst, dann geht die von euren Einnahmen ab! Und: Auch wenn PayPal eine weit verbreitete und für den Einzahler recht bequeme Angelegenheit ist, so muss man doch beachten, dass da nicht unerhebliche Transaktionsgebühren anfallen. Bei unserem Crowdfunding waren das fast 100 Euro.

Projekt-Darstellung

Meine Erkenntnis aus der vorausgehenden Recherche war: wir brauchen unbedingt einen kleinen Trailer. Da wir auf einfache Bordmittel angewiesen waren, setzte ich auf ein gewisses  “lowbudget”-Feeling und habe einfach ein paar Stimmen von Beteiligten eingefangen. Das hätte man sicher noch besser machen können. Aber so waren zumindest die wichtigsten Akteure im Bild und haben ihre Sicht auf das Crowdfunding vermittelt. Mit so einem Video gilt es, einen emotionalen Bezug herzustellen und das Vertrauen der Unterstützer zu gewinnen. Ich finde, das gelingt am besten, wenn Menschen zu Menschen sprechen. Überhaupt stellte ich mir als Maxime für die Projektkommunikation immer vor, dass alle Maßnahmen für das Crowdfunding im Geiste folgender Situation entstehen sollten: man steht jemandem gegenüber, den man unbedingt für das Projekt begeistern will. So haben wir das dann auch mit einem kleinen Folgefilmchen gemacht und weitere “Fürsprecher” ins Boot geholt. Authentizität, Sympathie und Emotion sind – wie immer  – gute Ratgeber.

Kommunikation für Crowdfunding

Ich muss sagen, das ist schon ziemlich gut gelöst bei startnext, wo man ein eigenes Projektblog hat und den Fortschritt der Aktion mit Updates beschreiben kann. Dennoch wird wohl nicht jeder, der sich als Fan registriert hat, ständig auf der Plattform nach dem Verlauf erkundigen. Und aus eigener Erfahrung wusste ich, dass es auch nicht gewünscht ist, jeden Tag eine E-Mail mit winzigen Fortschritten geschickt zu bekommen. Es galt also, ein gut ausgewogenes Verhältnis zwischen Transparenz und Projektfortschritt hinzubekommen. Wir haben insgesamt 24 Blogbeiträge auf der Projektseite eingestellt und davon 11 an alle Fans per E-Mail verschickt. Aus den Rückmeldungen aus der Crowd habe ich den Eindruck gewonnen, dass diese Mischung auch sehr gut angekommen ist.

Nach der Projekt-Beschreibung haben wir unter “Updates” noch zweimal etwas gepostet. Da wir ja auch keine Produktionsfortschritte oder Ähnliches zu vermelden hatten, haben wir uns hier eher zurückgehalten und dann tatsächlich nur relevante Dinge oder Ergänzungen zum Crowdfunding eingestellt. Eigentlich könnte man diese Seite und das Blog auch zusammenlegen – denn Letzteres habe ich ebenfalls als “Update” verstanden.

Über die bereits vorhandenen guten Kontakte des Draussenseiter haben wir auch die Presse ins Boot geholt und einen wunderbaren Artikel in der Stadtrevue sowie Beiträge auf einigen Portalen und im Dom-Radio untergebracht. Selbstverständlich haben wir auch im Draussenseiter mehrfach auf die Aktion ausführlich hingewiesen.

Unterstützer des Crowdfunding

Ein besonderer Glücksfall war die Zusammenarbeit mit Christina Bacher, die nicht nur als Chefredakteurin des Draussenseiter immer wieder Neues aus der Redaktion oder dem Umfeld der Straßenverkäufer zu vermelden hatte, sondern auch mit ihren Kontakten zu wichtigen Influencern unserem Projekt maßgeblich zum Erfolg verholfen hat. Und nicht zuletzt als tolle Autorin auch immer gut geschriebene Blog-Beiträge liefern konnte. So haben wir uns da wunderbar ergänzt. Auch wenn einer alleine das Projekt einstellt, so würde ich immer empfehlen, so ein Crowdfunding im Team zu machen.

Wir haben festgestellt, dass unser Crowdfunding zu einem sehr hohen Anteil aus unserem bestehenden Netzwerk unterstützt worden ist. Da hat es sich sicherlich auch bewährt, dass hier verschiedene Reichweiten zusammenkamen. Ich würde jedem raten, vor Beginn der Aktion entsprechend einflussreiche Menschen auf seine Seite zu ziehen. Wir haben sicher sehr von der Popularität des Straßenfotografen Thomas Leuthard profitiert, den Christina für die Aktion gewinnen konnte. Er hat mit einem eigenen kleinen Film auch noch einmal Werbung in seiner Community gemacht. Solche Fürsprecher halte ich für unerlässlich für den Erfolg eines Crowdfunding. Wenn man weiß, welche Zielgruppe man erreichen möchte, sucht man am besten nach Menschen mit hoher Glaubwürdigkeit in dieser und bittet dann um ein Interview oder sonstiges “Weitersagen”.

Wir haben in regelmäßigen Abständen auch kleine Meldungen, Filmchen oder Fotos aus dem Umfeld des Buchprojektes auf der Facebook-Seite des 11punkt Verlags und des Draussenseiter gepostet und bei Twitter neue Infos über die bislang eingegangenen Summen, das Anwachsen der Fangemeinde und ähnliches getwittert. Das spülte auch jedes Mal neue Unterstützer in das Projekt. Man muss sich jedoch der kurzen Lebensdauer solcher Postings bewusst sein und deswegen alle Kanäle plus Blogbeiträge und Mailing bespielen. Viel hilft viel ist hier die Devise. Sehr gut kamen auch unsere kleinen Überraschungen in Form von Blumensträußen an. Diese haben wir vom wundervollen Blütenrausch zur Verfügung gestellt bekommen und sie als kleine Wundertüten immer mal zwischendurch unter die Unterstützer geworfen! Dann gab es Fotos mit den glücklichen Blumenstraußbesitzern und man hatte wieder eine sympathische kleine Meldung in der Sache.

Da wir eine Zielgruppe angesprochen haben, die nicht unbedingt zu den Digital Natives gehört, gab es immer wieder auch die Überlegung, wie die motiviert werden könnten, sich an dem digitalen Geldsammeln zu beteiligen. Wir haben da sehr gute Erfahrungen mit offline-Events gemacht, die wir bewusst als Geldsammel-Events beworben haben. Sehr gut angekommen sind dabei zwei Führungen im Museum, zu denen wir im Rahmen des Crowdfunding eingeladen hatte. Das Geld haben wir dann als freie Unterstützung eingezahlt. In diesem Zusammenhang möchte ich auch noch einmal meiner lieben Kollegin Christiane Pickartz danken, die eine Führung für mich übernommen hat.

Dankeschöns für Crowdfunding

Wir haben uns viele Gedanken über die Gegenleistungen gemacht. Obwohl es meine Überzeugung ist, dass es nicht unbedingt darauf ankommt, denn für die Unterstützung eines Crowdfunding sind folgende Aspekte ebenso große Anreize:  Zugehörigkeitsgefühl, Idealismus (vor allem natürlich bei so einem sozialen Projekt), Empathie, Reputation und Neugier.

Natürlich haben wir zu allererst das Buch (15 Euro) als Dankeschön angeboten. Und das ist dann auch mit Abstand am meisten ausgewählt worden. Häufig auch in der Kombi mit einer aktuellen Draussenseiter-Ausgabe (20 Euro) und  zweimal plus Draussenseiter-Abo (55 Euro). Auch das E-Book ging gut weg als niederschwelliges Dankeschön. Die Schwierigkeit bei den Dankeschöns ist ja, dass man nicht noch zusätzliche Kosten produzieren will. Und immer schön an die Verpackungs- und Versandkosten denken 😉

Es gab auch nicht wenige Menschen, die einfach nur für unseren Dank oder Ehre im Netz gespendet haben, die wir als Gegenleistung angeboten haben. Beim Crowdfunding sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt und man sollte schon auch schauen, dass man etwas für eine möglichst niedrige Einstiegssumme bereit hält.

Ein kleiner Hinweis noch zum Wording. Wir hatten zunächst sehr blumige Umschreibungen unserer Dankeschöns. Haben uns dann aber zu etwas nüchterner Beschreibung entschlossen. Denn es gibt doch sehr viel Erklärungsbedarf bei allem Drumherum. Da wird es einfach zu kompliziert, wenn man die Dankeschöns auch erst ausführlich erklären muss.

Wir waren besonders stolz auf die vielen Künstler, die uns unterstützt haben. Guido Renner hat uns CDs zur Verfügung gestellt, Konzertkarten und sogar ein ganzes Konzert, für den man ihn buchen konnte. Das ist dann sogar auch weggegangen und wir freuen uns, dass er demnächst in der Oase auftreten wird.

Haiko Sakurai hat uns Originalzeichnungen zur Verfügung gestellt, Anemone Träger ein Original-Foto, mit dem sie sogar einen Preis gewonnen hat und nicht zuletzt hat Thomas Leuthard mit seinen Workshop-Angeboten die Sache rund gemacht. Ich freue mich übrigens schon sehr auf die Stadtführung, die er bei mir als Dankeschön erworben hat! Diese Stadtführungsangebote und zusätzliche Lesungen von Christina Bacher waren die Dinge, die wir als Projektverantwortliche noch einbringen konnten … wenn man überlegt, so findet sich immer eine Idee, bei der man mit dem “Pfund” der eigenen Manpower wunderbar wuchern kann. Es braucht ja nicht immer ein Produkt sein.

Mehr eingenommen beim Crowdfunding? Add on …

Das bringt mich zum letzten Punkt. Was macht man, wenn man mehr Geld einnimmt, als das Fundingziel angepeilt hat? Das passiert gar nicht mal so selten und auch wir haben uns natürlich tierisch gefreut, als dann sogar 700 Euro plus im Säckl lagen. Aber es brachte uns auch in die Verlegenheit, dafür nun auch einen zusätzlichen Nutzen für das Crowdfunding herbeizuzaubern. Denn eines ist im Sinne der Transparenz für diese Art des Geldsammelns ganz klar: man darf es nicht einfach so in den Tiefen der Projektfinanzierung verschwinden lassen. Man hat im Vorfeld kommuniziert, dass man so und soviel Geld für die Finanzierung des Projektes braucht und das muss dann auch weiterhin gelten.

Wir haben uns dazu entschlossen, für die Präsentation des Buches besondere Taschen zu produzieren. Zum einen, weil wir eigentlich schon vor Beginn des Crowdfunding diese Idee eines coolen Design-Produktes hatten (das ist eigentlich ja auch eine der erfolgreichsten Crowdfunding-Ansätze). Zum anderen, weil wir damit einen wirklichen Mehrwert für die Straßenverkäufer produzieren können und denken, dass das Geld so auf perfekte Weise ausgegeben wird.

Nun haben wir natürlich noch einen weiten Weg vor uns, denn die ganzen Unterstützer wollen ihre Dankeschöns erhalten, das Buch muss produziert werden und Kontakt mit der Taschenfirma aufgenommen werden.  Wir werden weiterhin die Projektseite auf startnext nutzen, um mit den 106 Fans und 66 Unterstützern in Kontakt zu bleiben und sind froh, dass alles bis hierhin so gut geklappt hat. Und eines ist ganz klar: das Schönste an diesem Crowdfunding ist wirklich, dass man es schaffen konnte, so viele Menschen hinter eine Idee zu bringen. Und da es sich um “Köln trotz(t) Armut” handelt, kann man doch noch begeisterter sein, dass so viele Menschen mitgemacht haben!

Nicht zuletzt ist diese Begeisterung ein nicht zu unterschätzender Effekt, den man für seine Unternehmung erzielen kann. Es tun sich nämlich neue Perspektiven auf, wenn man ein erfolgreiches Crowdfunding vorweisen kann.

Ein letztes noch: Kulturprojekten kann ich nur den Rat geben, sich die Möglichkeiten einer Kombination mit klassischer Kulturförderung anzuschauen. Es gibt auf startnext einige assoziierte Förderprojekte, die einem eine Art Booster für Projekte geben, wenn sie von der Idee überzeugt sind. Für die Kultur steht dort beispielsweise die Aventis-Foundation parat. Eine super Sache!

 

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6 Comments

  1. Liebe Anke, danke, dass du mich noch einmal auf diesen Artikel hingewiesen hast! Ein schöner Erfahrungsbericht, den ich auch an Museen mit knappen Kassen gerne weitergebe. Hast du schon mal um Boost gehört? Das bringt sicher keine großen Summen, aber vielleicht ein Nebeneinkommen für Fördervereine u. ä.
    Herzliche Grüße, Marlene

    • Liebe Marlene,
      ich bin mir nicht sicher, was ist Boost? Ich kenne einige Programme, die etwas dazu tun bei Crowdfunding-Projekten. Und dann gibt es da dieses Programm, wo man Punkte sammeln kann, die man gemeinnützigen Projekten zuschießen kann oder so?
      Ich finde es ja auch immer etwas schwierig, wenn man Unterstüzungen im fünfstelligen Bereich einfahren will. Aber für kleinere Beiträge kann ich Crowdfunding unbedingt empfehlen. Und auch die Recherche nach anderen Möglichkeiten, ein bisschen Hilfe zu bekommen sind super. Da gibt es ja viel … auch immer so Wettbewerbe, an denen man teilnehmen kann. Es braucht halt jemanden, der immer am Ball bleibt und all diese Möglichkeiten recherchiert!
      Liebe Grüße
      Anke

      • Liebe Anke,
        wahrscheinlich bräuchten Kultureinrichtungen einen eigenen Funding-Beauftragten. In den USA gibt es das bestimmt! Für kleine Projekte – Kataloge, Bücher, Ankäufe – finde ich Crowdfunding prima. Für ein Bauprojekt in fünf-sechststelliger Höhe kann es nur als Ergänzung dienen.
        Zu Boost habe ich mal in meinem Zweitblog geschrieben: https://verrueckteshuhn.wordpress.com/2014/10/22/wo-kann-man-spenden-ohne-extra-geld-auszugeben/ Wenn man von dort seine Onlineeinkäufe tätigt, kann man die Provision, die Boost für die Kundenvermittlung erhält, an gemeinnützige NGOs spenden. Warum nicht mitmachen als Kulturverein?

        Viele Grüße,
        Marlene

  2. Wirklich toll, wenn man auch solche Erfahrungsbereicht nachlesen kann. Das Interesse an Crowdfunding ist mittlerweile doch schon sehr groß. Es ist schon beeindruckend, was dadurch schon für tolle Projekte finanziert werden konnten.

    • Hallo Katrin,
      freut mich, wenn mein Erfahrungsbericht vielleicht auch andere motiviert. Ich muss allerdings auch immer wieder feststellen, dass so manche Chance verschenkt wird bei Crowdfunding-Aktionen. Denn wie ich ja sagte – es geht nicht nur ums reine Geldsammeln. Die Bedeutung der Community (Aufbau und Pflege) wird manchmal nicht so ganz gesehen. Und ich erlebe auch immer wieder, dass viel zu hohe Summen avisiert werden, ohne dass man dafür dann mit voller Kraft voraus unterwegs ist. Für fünfstellige Beträge muss man schon ziemlich reinhauen. Das ist echt nicht ohne, diese Summen zusammenzutragen. Dafür muss man sicher auch mehr in den Pitchfilm investieren, eine sehr viel größere Schlagzahl an Aktionen planen und sicher auch schon ein riesiges Netzwerk mitbringen.

      Herzliche Grüße von Anke

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