Wallraf – das Museum

Die zeitgemäße Vermarktung von Museen – besonders von denen alter Kunst – ist kein einfaches Geschäft. Die Themen sind schwergewichtig bis kompliziert und erfordern sicher auch oft einen mehr als nur flüchtigen Blick. Deswegen ist es wichtig, die Hemmschwelle, die möglicherweise viele Besucher abhält so einen Musentempel zu betreten, so niedrig wie möglich zu gestalten.
Heute morgen zum Frühstück stellte ich mir jedoch die Frage: wie weit soll, darf, kann man dabei gehen.


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Oswald M. Ungers hat seinerzeit dessen eingedenk ein einladendes Foyer für den Museumsneubau gestaltet – eine Art Loggia im Renaissance-Gedanken, die das Volk in diesen öffentlichen Bau mit einbeziehen sollte. Wenn man sich dann allerdings entschließen sollte, in die Sammlung einzutreten, so war er der Meinung, hier etwas mehr Konzentration einfordern zu können und gestaltete in einer Art „Nadelöhr“ einen strengen hohen Durchgang in die Räume, in welchen die Bilder präsentiert werden. Eng und den Menschen klein machend erwartet einen dann das Treppenhaus. Einem ästhetischen Prinzip folgend (das ideale Quadrat!!!) wird hier der Handlauf unbequem hoch angesetzt und die Treppenstufen machen einen stolpern.
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Der Direktor des Wallraf-Richartz-Museums ist bemüht, mehr Wohlbefinden beim Besucher zu erzeugen und ihn möglicherweise dort abzuholen, wo er steht. Mir gefällt der warme rote Farbton im Foyer sehr gut. So gemütlich! Und ich finde eigentlich auch immer Gefallen an saloppen Slogans. Wallraf – das Museum! Hey, das kommt cool! (Wie Herr Richartz das wohl finden würde, der ja immerhin damals die Gelder für einen Museumsbau zur Verfügung stellte).
Egal!
Aber was musste ich heute als Beilage meiner Tageszeitung erspähen, die ich gewohnheitsmäßig nach kulturellen Fundstücken durchscanne?
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Die neue Winterkollektion unserer Galeria Kaufhof wurde komplett im Wallraf (kommt tatsächlich sehr geschmeidig) fotografiert. Nur die Dessous nicht. Obwohl das doch nun wirklich gut gepasst hätte: feine Spitze vor den Mühlsteinkragen der Frans Hals Porträts oder zarte Blumendessins im Höschen mit Monets Seerosen im Hintergrund.
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Nein, was habe ich mich da amüsiert, bei dieser Vorstellung!!

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