Turnerpreis an Tomma Abts

Yoko Ono sah aus, wie ein Gnom aus einem Fantasie-Film und es gab von verschiedenen Stellen aus doch auch die ein oder andere kritische Bemerkung. Dennoch: es ist schon etwas Besonderes, wenn der Turner-Preis an eine Deutsche verliehen wird – noch dazu die erste Frau in einer langen Reihe seit 1984.
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Die Norddeutsche Abts (Jahrgang 1967) lebt seit 12 Jahren in London und produziert daselbst unermüdlich abstrakte Kompositionen im Format 48 x 38 cm. Die Gemälde entstehen in einem langen Schaffensprozess, der das fertige Bild als eigenständiges Objekt sieht. So individualisiert Abts die streckenweise sehr streng formal daherkommenden Bilder, indem sie ihren Werken Titel aus einem Vornamenlexikon gibt. In den Zeiten, da die gegenständliche Malerei eine Renaissance zu feiern scheint, sind die kühlen Abstraktionen, die ein wenig an den russischen Konstruktivismus erinnern, fern ab jeden Mainstreams. Ihren spröden Ansatz mit Konsequenz zu verfolgen, dass ist aus meiner Sicht schon einen Turner-Preis wert. Gratulation!
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Ehme, 2002

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