Teppichverkäufer der Kunst

Was symbolisiert die fremde Welt arabischer Händler besser als ein Orientteppich. Dabei sind solche kunsthandwerklichen Kleinodien nicht immer dazu angetan, vertrauenserweckenden Verbindungen zwischen den Kulturen und den reinen Kunstgenuss zu entzünden. Was hat das alles mit Kunst zu tun? Nun, der Orientteppich ist praktisch der Hauptdarsteller eines Werkes des israelischen Künstlers Boaz Kaizmann, der bei Konrad Klapheck studierte und von diesem sicher die Inszenierung der „Dinge“ gelernt hat.
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Am Montag, dem 13. November 2006 um 19 Uhr präsentiert das Museum Ludwig den Film MAALESH von Boaz Kaizmann in Zusammenarbeit mit Erik Sick.
Prachtvolle persische Teppiche werden vor der Kamera nacheinander präsentiert. Aus dem Off ist dazu der Kunsthistoriker David Galloway zu hören, der von der Gründung eines Museums für Moderne Kunst im Iran erzählt. Ende der 70er Jahre erhielt er vom damaligen Schah den Auftrag, für das neu erbaute Museum of Contemporary Art in Teheran eine Sammlung moderner Kunst zusammen zu stellen. Die kurios anmutende Erzählung David Galloways vermischt sich mit der Abfolge der einzelnen Teppichmotive und der darin enthaltenen Geschichte zu einer märchenhaften und traumbildartigen Sequenz mit einer ungewöhnlich kulturgeschichtlichen Akzentuierung. Kunstvoll ineinander verwoben erzählen Bild und Text von Kunst und Macht und vom Schicksal einer außergewöhnlichen Sammlung.
Im Anschluss an den Film wird es ein Gespräch mit dem Künstler Boaz Kaizman und dem Kunsthistoriker Prof. Dr. David Galloway geben, zu dem das Publikum eingeladen ist.

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