Lecker

Stillleben mit Darstellungen von allem, was gut für die Küche ist, hatten besonders im 17. Jahrhundert Konjunktur. Das „Goldene Zeitalter“ schwelgte maltechnisch gesehen nicht nur in brokatenen Gewändern und rosigen Inkarnaten, sondern liebte es, auch die Fülle kulinarischer Genüsse darzustellen. Dabei natürlich stets mit dem Hintergedanken des „memento mori“. Also, bei allem Überfluß: bedenket, dass alles vergänglich ist!
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Willem Claesz. Heda war einer der Spezialisten, die sich wahrer Meisterschaft im Darstellen von Kulinaria rühmen durfte. Neben dem haptischen Reiz der – damals unglaublich teuren – Gläser steigt einem fast der Duft des gebratenen Fisches in der Nase. Übrigens handelt es sich hier um ein sogenanntes „Frühstücksbild“, eine Gattung innerhalb der Stilllebenmalerei der Niederlande, für die Heda berühmt war.
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Die Entwicklung eigenständiger Stillleben hatte in der Mitte des 16. Jahrhunderts in den Niederlanden begonnen und Pieter Aertsen, ein Mann von außergewöhnlicher Körperlänge anscheinend, brachte mit seinen monumentalen Marktszenen die Begeisterung für Lebensmittel aus aller Herren Länder ein. Allerdings spielten diese Bilder meist noch auf einen biblischen Zusammenhang an, der erst viel später dann zugunsten der reinen Darstellung der „Dinge“ immer mehr in den Hintergrund treten sollte. So weisen die Weintrauben auf Jesus und der Hering ist ein Symbol der Fastenzeit. Die Zitronen als Symbol der Mäßigung beziehen sich wohl auf das Liebespaar im Hintergrund, das zu einem Schäferstündchen verschwinden möchte. Verführerisch …

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3 Kommentare

  1. Hallo Joern,
    das verstehe ich wiederum nicht.
    Vielleicht ist es Dir aufgefallen, dass dies hier ein Weblog ist, in dem die Autorin Fundstücke und Gedankensplitter aller Art zum Thema „Kunst und Kultur“ veröffentlicht.
    Man könnte natürlich nach dem Sinn des gesamten Weblogs fragen. Die Autorin verfolgt damit einzig und allein die Idee, Mitleser für die unterschiedlichsten Themen der Kunst zu interessieren.
    Und in diesem Falle einfach mal für das Thema „Kunst und Küche“, das auf diesen wunderbaren Stillleben doch deutlich animiert wird, oder nicht?
    Aber man muss sich auch nicht unbedingt angesprochen fühlen.
    Oder fehlt Dir eine Erläuterung, ein größerer Zusammenhang, eine Abhandlung über das Stillleben allgemein, die barocke Malerei im Besonderen, den Sinn des Lebens… ?
    „Der Sinn des Lebens besteht darin, glücklich zu sein.“ – Tenzin Gyatso (14. Dalai Lama)

  2. Was glaubst Du wohl, warum Du in meiner Blogroll stehst? Na, weil Du eine Menge interessanter Beiträge veröffentlicht hast. Mit „interessant“ meine ich Beiträge, die auf Neuigkeiten hinweisen, die man leicht übersehen könnte oder Deine wertenden Meinungen widergeben.
    Nur der Hinweis darauf, dass es Stillleben gibt und dass Du Dich ein wenig in der Kunstgeschichte auskennst, ist mir zu wenig. Wem soll das was bringen?
    Trotzdem: Mach weiter so! Dein Blog gefällt mir.
    Was hältst Du von der Idee eines Kulturblogger-Treffens aus der Region Köln-Bonn? Networking…

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