Kleider machen Bilder

Was gibt es malerisch Faszinierenderes als Faltenwürfe und kostbare Stoffe. Schon immer hat mich dieses Detail auf den Bildern alter Meister gefangen genommen. Hier in Köln kann man ja tatsächlich beim Meister des Bartholomäus-Altars die Gewänder des 15. Jahrhunderts fast haptisch fühlen und auf diese Weise eine Reise in die alten Zeiten unternehmen.
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Der holländischer Künstlers Rob de Vry verfolgt mit seinem Projekt „Draperien“ diesen Aspekt der Malerei und bietet in seinen Gemälden großformatige Ausschnitte aus berühmten Bildern der Kunstgeschichte. Auch ein interessantes Quiz, nicht wahr? Und die Frage, kann man anhand der Draperien, der Faltenwürfe von Licht und Schatten erkennen, aus welcher Epoche es stammt? Einen Versuch ist es Wert!


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Für die Maler war es schon immer eine der wichtigsten Aufgaben, die Stofflichkeit der Gewänder gut zu treffen. Früher nötigte allein der Geltungswille der Porträtierten sie zu dieser Perfektion und Künstler, die hier besonder Fähigkeiten hatten, gehörten zu denjenigen mit den meisten Aufträgen. Denn Kleidung war und ist ja immer auch ein wichtiges Statussymbol. Ein interessanter Aspekt der Kunstgeschichte, der sicher auch schon breit untersucht worden ist: die Ikonographie der Gewänder!!
Bei den Impressionisten kommt die Begeisterung für ästhetische Reize von Stoffen mit ins Spiel. Da wird schonmal der Faltenwurf eines Kleides zum eigentlichen Bildgegenstand.
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Durch die Präsentation der Details hat Rob de Vreis zweierlei geschaffen, einerseits sind vergrößerte Details immer eine Möglichkeit, anders und genauer auf die Vorbilder zu blicken und somit neue Erkenntnisse zu gewinnen. Zum anderen bietet der Künstler mit den „Draperien“ auch eine abstrakte Malerei, die sich in Schluchten von Licht und Schatten verliert und so ganz die Begeisterung für das malerische Element befördert.
Auflösung
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Vermeer, Dame mit Dienstmagd und Brief, 1667
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Monet, Camille, 1866

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