Brinkmanns Zorn

Er war die deutsche Antwort auf die Beat-Autoren. Sein Angriff auf Reich-Ranicki ist legendär und mit seinen Tonband-Aufzeichnungen ist er auch ein früher Medienkünstler. Nun kommt ein Film in die Programmkinos, der diese Tonband-Spaziergänge (wütend, wie es sein Image verlangte und in Ecken pinkelnd, wie es die Revoluzzerehre gebot) mit einem Schauspieler nachstellt.
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Am 06.01. um 20.00 h Premiere in Anwesenheit des Regisseurs im Filmforum NRW Ab 11.01. in der Filmpalette
*** BRINKMANNS ZORN ***
Deutschland 2006 – 105 Min. – Regie & Buch: Harald Bergmann -Darsteller:
Eckhard Rhode, Alexandra Finder, Martin Kurz, Rainer Sellien
Der Film portraitiert einen Dichter, der alles auf einmal begehrt – Liebe, Tod, Pop, Hass, Kunst. Bedingungslos gleichzeitig und mit gnadenloser sprachlicher Wucht hat die Literaturikone Rolf Dieter Brinkmann auf jedes Alltagsdetail eingedroschen. Der Film begleitet ihn auf seinen medialen Streif- und sprachlichen Raubzügen durch die hassgeliebte Kölner Innenstadt. Den Original-Tonband- und Super8-Aufnahmen Brinkmanns hat Regisseur Harald Bergmann eine visuelle Welt hinzugefügt, die das sprachliche und soziale Universum Brinkmanns nachzeichnet.
Harald Bergmanns Film BRINKMANNS ZORN portraitiert einen Dichter mit jener Kühnheit, die Brinkmann selbst verschiedenste Medien und filmische Stilmittel für die Darstellung moderner Wirklichkeit verbinden ließ.
Bergmann wagt einen nie da gewesenen filmischen Versuch, lässt Dokumentarfilm und Dichterbiographie verschmelzen und schafft eine an Authentizität und faszinierender Perfektion kaum zu überbietende Literaturverfilmung.
Die Premiere wird präsentiert im Filmforum NRW/Kino im Museum Ludwig in Zusammenarbeit mit dem WDR und filmsociety Köln.

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Ein Kommentar

  1. Brinkmanns Zorn “Dieses Gedicht hat keinen Titel”

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