Welterbe persönlich

Ach je, das hätte ich ja fast vergessen. Dass Robert Wagner von der Plattform Visitatio sich morgen auf einen Welterbe Marathon durch Deutschland begibt. Und er hatte doch via Blogparade um Hinweise zu Welterbe-Sehenswürdigkeiten gebeten. Da gibt es tatsächlich ein paar Gedanken, die ich ihm auf den Weg mitgeben möchte.

cropped-domimgrünen.jpg Deutschlands Sehenswürdigkeit Nr. 1

Du kommst doch sicher nach Köln, Robert. Melde dich doch rechtzeitig und ich mache mit dir eine kleine Tour um unseren Dom! Denn ich weiß tatsächlich die Stelle, von der aus man den Dom am besten fotografiert (für alle, die ich nicht persönlich hinführen kann: ungefähr auf halber Strecke der Straße Burgmauer). Und ich zeig dir auch das versteckte Selfie des ersten Dom-Baumeisters. Übrigens: am allerschönsten präsentiert sich der Dom von der Schäl Sick. Das ist eigentlich die “falsche” Rheinseite, wie der Kölner überzeugt ist. Aber man kann gar so schön aufs Panorama blicken. Das wird zudem noch perfekter, wenn man auf den Triangle rauffährt – einem Hochhaus direkt vis à vis vom Dom. Der Kölner Dom im Abendlicht oder nachts ist auch etwas Wunderschönes. Ich kriege jedes Mal Herzklopfen, wenn ich ihn dann sehe. Über die Dächer des Doms zu wandeln ist natürlich das Non-Plus-Ultra. Leider ist es sehr schwer, da einen Termin mit der Dombauhütte zu vereinbaren.

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Jüngstes Welterbe an der Weser

Fährst du nach Corvey? Du musst nach Corvey fahren, und dir dieses grandiose Westwerk des ehemaligen Klosters ansehen. Ich glaube, es ist das jüngste Bauwerk, dass es auf die Liste des Weltkulturerbe in Deutschland geschafft hat. Ich war vor zwei Jahren zuletzt mit meinem Vater dort. Es war ein sehr intensiver Besuch, der mit vielen Erinnerungen aus unserer Familiengeschichte verbunden war. Aber der Ort ist auch für jeden anderen Besucher und Kunstinteressierten ein Genuss. Die Wandmalereien in der Kirche, die wir damals als spannendes Restaurierungsprojekt bewundern durften, sind sicherlich ein Highlight! Man findet dort Darstellungen des Odysseus – sehr speziell für ein karolingisches Benediktinerkloster. Hier habe ich einen interessanten Artikel darüber gefunden. Es sind so viele Entdeckungen in Corvey zu machen, aber wahrscheinlich kannst du gar nicht alles aufnehmen. Auch interessant: Hoffmann von Fallersleben wirkte als Bibliothekar der fürstlichen Bibliothek und wurde auch in Corvey begraben.

Überhaupt ist es spannend, wie sich dieser magische Ort von einem bedeutenden Kloster im 9. Jahrhundert zu einem barocken Fürstenschloss entwickelt hat. Ach, ich muss unbedingt mal wieder hin. Und wenn du dort bist, grüß mir die Weser ganz lieb.

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Karolinigisches Westwerk der ehemaligen Klosterkirche Corvey. Quelle: Wikipedia

Bleibt mir nur, lieber Robert, die eine ganz tolle Reise zu wünschen. Ich verfolge den Hashtag #uwm14 ganz sicherlich!

 

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