Und Antonioni auch …

Die meditative Stille eines Blickes ist die Handschrift des italienischen Regisseur und mit seinem Film “Blow up” hat er ein weitreichendes Meisterwerk geschaffen, das aus heutiger Sicht unglaublich trendy ist. Denn der Retrostyle, den junge Musiker und Lifestylegurus predigen scheint ungefiltert aus diesem Film übernommen. Gestern ist Michelangelo Antonioni im Alter von 94 Jahren gestorben.
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Der Film thematisiert die Wahrnehmung und die Frage, ob Bilder die Wahrheit sagen. Sicher gehört Antonioni mit dieser Fragestellung in den Zeitgeist der Pop Artisten, die sich auch immer wieder die Frage nach den Bildern der Moderne stellten. Die Thematik der Manipulation wurde damals auch aus politischer Sicht heiß diskutiert.
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Daneben geht es in diesem unglaublich bannenden Meisterwerk des Films um die swinging sixties in London, den schönen Schein der Modewelt und die damit einhergehende Vereinsamung des Individuums. Doch dies ist nur eine Schicht von Bedeutung, die sich in diesem Film entdecken lässt. Bei mehrmaligem Anschauen offenbaren sich immer neue Details, kann man sich in verschiedene Perspektiven einsehen und so ist dies einer der Filme, die man immer und immer wieder anschauen sollte.
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