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Theater Theater


28. Oktober 2009

Room Service - ein Jahr später

Nach fast einem Jahr Pause möchte ich meine Tätigkeit als Kulturtussi wieder aufnehmen und berichte ab sofort wieder regelmäßig über kulturelle Ereignisse, kündige Sehenswertes an und kommentiere Kunst. Wer also wieder reinschauen möchte, ist herzlich willkommen. Nicht ganz zufällig, sondern ein gerne gewählter Anlass für die Wiederaufnahme ist die erneute Aufführung von Gregor Webers Room Service, über die ich ja vor einem Jahr meinen letzten Bericht geliefert habe. Sehr gerne lasse ich auch in diesem Jahr diese hervorragende Theater-Inszenierung Revue passiern. Danke ein weiteres Mal an Karsten Mülhaus für die Fotos.

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Posted by Kulturtussi at 12:48 | Permalink | Comments (2)

17. November 2008

Room Service - ein ganzheitliches Erlebnis

Ich liebe kurzweilige Kulturerlebnisse. Kurze begeisternde Stücke, ständig wechselnde Impulse. Ich mag Überraschungen und bin gerne in Bewegung. Deswegen war ich am Freitag Abend restlos begeistert, im Kunsthaus Rhenania die äußerst anspruchsvolle und durchweg gut gelungene Aufführung von Room Service 9 erleben zu dürfen.

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Foto: Karsten Mühlhaus

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Posted by Kulturtussi at 10:59 | Permalink | Comments (2)

12. Februar 2008

Reineke Fuchs: ausgefuchste Inszenierung

reineke02.jpg"Denn höher vermag sich niemand zu heben, als wenn er vergibt." So spricht - ausgerechnet! - der grausame, verschlagene und verlogene Reineke Fuchs, als er einmal wieder auf die Gnade seiner Richter angewiesen ist. Die Tiermoritat um den schlauen Fuchs, der mit Lug und Trug immer wieder seiner gerechten Strafe entkommt und am Schluss sogar Kanzler des Reiches wird, war schon im Mittelalter ein Bestseller. Insbesondere die Prosaübertragung von Johann Christoph Gottsched im Jahre 1752 überlieferte die Geschichte in die Neuzeit. Diese Prosafassung war auch Goethe seit seiner Kindheit bekannt, und 1793 adaptierte er den zeitlosen Stoff in Versform. In 4312 aufs Schönste gedrechselten Versen in Hexametern, eingeteilt in zwölf Gesänge, erfüllte er die Mär in kunstvoller Sprache mit neuem Leben. Dadurch, dass Goethe die Verse nicht auszählte und die Zäsuren sehr spielerisch setzte, wirkt sein Text auch heute noch erstaunlich frisch und leicht - die der Gottsched-Adaption anhaftende Attitüde des erhobenen Zeigefingers weicht einem lakonischen, fast lässigen Duktus. Wie ernst Goethe das gesellschaftskritische Sittenbild indes nahm, sieht man daran, dass er die Geschichte auch als "unheilige Weltbibel" bezeichnete.

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Posted by Julian at 12:15 | Permalink | Comments (0)

27. September 2006

Darf Kunst Angst haben?

Die Intendantin der Deutschen Oper Berlin Kirsten Harms erklärte gestern Nachmittag in einer Pressekonferenz, dass der Innensenator ihr gegenüber gesagt habe, dass er nicht wolle, dass es sie, d.h. die Deutsche Oper, nicht mehr gäbe. Er hat damit die Gefahr beschrieben, in der nach seiner Auffassung die Deutsche Oper Berlin mit der Aufführung der Mozart-Oper Idomeneo steht. Die Intendantin der Deutschen Oper Berlin hat nach der Warnung durch den Berliner Innensenator die geplanten Aufführungen von Idomeneo vom Spielplan genommen.

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Posted by Kulturtussi at 10:10 | Permalink | Comments (2)

10. August 2006

"Was ein Kind gesagt bekommt" von Bertolt Brecht

BB_klein.jpg"Brecht ist lustig und er nimmt an, dass Kinder denken können. Er ist nicht immer leicht, aber, wenn man ihn verstanden hat, ist es meistens schön. Er beweist, dass Lernen ein nützlicher und schöner Vorgang ist und darüber hinaus viel Spaß machen kann."

So sagen Monika und Martin Sperr in ihrem Buch "Herr Bertolt Brecht sagt", mit welchem sie den Versuch antreten, den Vater des modernen Theaters auch Kindern näher zu bringen.

Nun hat sich das Kölner Theater am Sachsenring aufgemacht, anlässlich des 50. Todestages von Bertolt Brecht die Vorlage in eine kinderkompatible Revue umzusetzen.

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Posted by Kulturtussi at 10:04 | Permalink | Comments (0)

28. Juli 2006

Darf Kunst alles?

La "Ferres" will die eigens von einem bedeutenden Autor auf ihren Superweibleib zugeschnittene Rolle der Mutter Courage bei den diesjährigen Filmfestspielen nicht mehr spielen.

Da ich kein besonders großer Fan der Schauspielerin bin, rollte ich zunächst die Augen gen Himmel und dachte: mein Gott, wie snobish ist die denn drauf. Ruhrtriennale, Jürgen Flimm und auch Büchnerpreisträger Wilhelm Genazino - alles doch bestimmt nicht zu verachten, im Bemühen, sich als Charakterschauspielerin zu etablieren (ich glaubte zu erkennen, dass sie ein bisschen weg wollte vom Superweib-Image). Zickt die jetzt nur rum und benimmt sich wie eine Möchtegerndiva!!

buhlschaftferres.jpg


Wie so oft, lohnt es sich jedoch, einen genaueren Blick zu tun.

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Posted by Kulturtussi at 15:45 | Permalink | Comments (1)


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