Köln Kultur
5. Februar 2010
Schauspielhaus Alaaf
Heute gab es eine - zwar verregnete - aber sehr gute und positive Aktion als Signal für die Kultur in dieser Stadt. Mit einem tollen Karnevalswagen - gezogen von den Künstlern dieser Stadt - marschierte eine engagierte Menge vom Kunstverein zum Schauspielhaus. Davor gab es noch eine beeindruckende Rede von Stephan Kraus und den Aufruf an alle Kölner, ihre Unterschrift abzugeben, damit ein Bürgerbegehren durchkommt. Auch die Kulturtussi möchte an dieser Stelle noch einmal einen eindringlichen Appell an alle richten, sich zu beteiligen. Wäre doch mal richtig toll, wenn sowas in Köln klappen könnte. Man kann sich auch berechtigte Hoffnungen machen, dass es vielleicht klappt - wo doch der Karneval und sogar der FC mitmachen ...
Hier einige Impressionen vom Protestzug und der Kundgebung ...
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4. Februar 2010
Das Gesicht der Stadt
Man kann einen Bau wie eine Oper nicht alleine planen. Man muss ihn im Rahmen einer großen städtebaulichen Konzeption sehen. (…) denn nicht nur von den einzelnen Gebäuden, sondern vielmehr von größeren räumlichen Zusammenhängen werden die Gesichter unserer Stadt geprägt.
Schon in den Anfängen zur Planung für die Oper hatte Riphahn immer den Gedanken eines kleineren Baus für das Schauspiel mitgedacht und zusammen mit den Opernterrassen und der Bebauung auf der anderen Seite der Nord-Süd-Fahrt bildet das gesamte Ensemble eine schlüssige städtebauliche Einheit.

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29. Januar 2010
Die fabelhafte Welt der Dinge
Ganz langsam schiebt sich eine riesige Hand ins Blickfeld. Sie hält etwas, das sie ganz vorsichtig ins Zentrum der hell erleuchteten Fassade des Gründerzeitbaus schieben wird. Als die Hand verschwindet, zeichnet sich dort im hellen Schein - deutlich und irreal zugleich - eine überdimensionale Glühbirne ab. Eine schönes Bildzeichen, mit dem der Künstler Stephan Brenn seine Lichtinstallation auch einer kleinen ironischen Anmerkung ausliefert.

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3. Januar 2010
„Gegen das Licht“ - Der große Glasmaler Georg Meistermann
„Ich finde das Bilder-Malen schwerer als das Fenster-Machen. Wenn man ein Verhältnis zur Architektur hat und eine Beziehung zu den Themen, die möglicherweise Ausgangspunkt für formale Lösungen sein können, dann hat man beim Fenster-Machen ja viele Anhaltspunkte, um zu agieren, zu handeln, überhaupt erst einmal anzufangen.“
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15. Oktober 2007
Die Nacht wird wieder lang
Man kann sie schon gar nicht mehr zählen, die langen Nächte der Kölner Museen und deswegen kommt auch das Programm diesmal ohne Numerierung aus. Sie ist mittlerweile zur Marke geworden, die "Lange Nacht
". Und das Konzept - vor Jahren musste die Stadtrevue noch Überzeugungsarbeit an den Museen leisten - wurde bereits in vielen Städten und von anderen Sparten (Theater) kopiert. Anscheinend lockt es das kulturbeflissene Publikum in der Nacht besonders.

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5. Oktober 2007
Kunstfilm Biennale
Das Medium "Film" ist früher als die Fotografie zu einem Genre in der Kunstszene geworden, das vor allem in der Hochzeit der Videos in den achtziger Jahren eine besondere Bedeutung erlangte. Die unterschiedlichen Aspekte, unter denen man Filmkunst betrachten kann, reichen von einem ästhetischen Ansatz, der das neue Medium hinsichtlich der formalen Gestaltungsmöglichkeiten untersucht über die Diskussion des Themas "Medien" allgemein bis zu differenzierten inhaltlichen Möglichkeiten. Eine Film Biennale
ist in Köln auf Anregung der SK Stiftung Kultur angetreten, dem Publikum hier breiten Einblick zu gewähren. Inklusive Preisverleihung.

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31. August 2007
The Rich and Famous
Heute vor zehn Jahren starb eine der am meisten fotografierten Celebreties bei einem Autounfall, an dem wohl auch die Meute der Paparazzi nicht unschuldig gewesen sind. Das, was dann folgte war eine noch nie da gewesene öffentliche Trauer, die ganz neue Dimension der Verehrung von Stars und Berühmtheiten auftat. Das, wofür Lady Di stand, ist selbstverständlich auch die Kehrseite der Berühmtheit, die Verzweiflung hinter der schönen Fassade und die Fragwürdigkeit von öffentlichen Bildern. Es gibt jedoch auch eine andere Seite, die einige Fotografen aufgetan haben, die ein ganz besonderes Lebensgefühl einer bestimmten gesellschaftlichen Gruppe eingefangen haben. Zu ihnen gehörte auch Edward Quinn, der in den fünfziger und sechziger Jahren zauberhafte Momente von Stars und Sternchen zeigte.

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30. August 2007
Köln - New York
Seit den 80er Jahren, als Köln immerhin noch als wichtigster Kunst-Hotspot galt, gibt es eine intellektuelle Schiene zwischen der Stadt am Rhein und New York, die dazu führte, dass eine ganze Reihe junger Künstler in beiden Welten zu leben und zu arbeiten begannen. Sicher auch dem Phänomen folgend, dass der Prophet im eigenen Lande weniger gilt, hat die Kölner Szene beachtliche Karrieren in den Staaten hingelegt: Jutta Koether, die zwischen beiden Welten seit langem mäandert, ist ein Beispiel dafür und auch Charline von Heyl, die ab nächster Woche in der Galerie Gisela Capitain
ihre jüngsten Arbeiten zeigt.

Charline von Heyl: Plaisier Noir, 2007
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28. August 2007
Tag des offenen Denkmals
Der deutschlandweit ausgerufene Tag des offenen Denkmals ist immer eine Chance, sich einmal den unscheinbaren Kleinodien zu nähern, die erst nach dem zweiten Hinsehen ihren Charme und ihre Bedeutung offenbaren. Das Thema für den 9. September wird in diesem Jahr "Orte der Einkehr und des Gebets – Historische Sakralbauten" sein. Wie geschaffen für das "Hillije Kölle" das doch seinerzeit soviele Kirchen wie Tage im Jahr zählte!! Heutzutage sind es nicht mehr ganz so viele, aber für den 9. September gibt es einige zu entdecken, die einem dann auch noch mit Hilfe kompetenter Führungen näher gebracht werden.

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1. August 2007
Bald ist es soweit
Am 15. September 2007 soll "Kolumba" der Neubau des Diözesanmuseums in Köln eröffnet werden. Gespannt hat man den Bau in der engen Innenstadt vis à vis der Kölner Oper verfolgt. Wie er sich streng aber von faszinierender Ausstrahlung empor entwickelte. Einblicke von außen werden einem eher verwehrt aber innen strahlt die ganze Kraft der Zumthorschen Genialität. Sensibler Umgang mit dem Vorgefundenen wie z.B. der Kapelle des Altmeisters Böhm. Der Schweizer Stararchitekt ist allerdings Schuld, dass Architekturfreunde eher in die Eifel wandern, um ihm zu huldigen.

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19. Juli 2007
Der Herr der Katzen
Er hat dieselbe erotische Stimmung im Zwielicht eingefangen, wie man sie auch bei seinem Bruder finden kann. So scheint das weltoffene Elternhaus - der Vater ein Kunsthistoriker mit wahrscheinlich adligen Wurzeln, die Mutter eine Malerin, die später die Geliebte Rilkes wurde - einen entscheidenden Impuls an die Brüder Klossiwski weitergegeben zu haben. Balthazar, der Jüngere von beiden, provozierte in der Galerie Pierre in Paris einen Skandal, als er 1934 dort seine Bilder ausstellte. Und bis heute rufen seine Darstellungen heranwachsende Mädchen in zweideutigen Posten widerstrebende Gefühle hervor. Zum einen möchte man den Maler loben für die stille Realistik abseits jeglicher kubistischer, surrealistischer und sonstiger Strömungen der Zeit. Zum anderen ist doch die unverhohlen sexistische Präsentation junger Mädchen eindeutig kritisch zu betrachten.

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11. Juli 2007
Space Invaders
In Köln hat es eine schleichende Invasion gegeben, die mir hier und da schon einmal aufgefallen war und mich so merkwürdig an die 80er erinnerte. Kleine versteckte Ecken an Hauswänden in der Kölner Innenstadt waren mit mosaikartigen Bildchen verziert worden. Es sah nach Guerilla aus - sprich Street Art, Graffitti und subversive Kunst. Jetzt allerdings erfuhr ich den wahren Hintergrund: hier war Space Invader tätig, ein aus Frankreich stammender Künstler, der den Rubikkubismus erfunden hat. Rubik... was? Na, den Kubismus auf der Grundlage des Zauberwürfels, der in meiner Jugend alle in seinem Bann zog und den ich niemals auch nur ansatzweise beherrschte!!

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21. Juni 2007
Hier sind die Künstler ...
warum braucht köln ein neues kreativfestival?
Das ist eine der insgesamt 8 Fragen, die Mitwirkende bei "Rheindesign" zu beantworten hatten. Gestern eröffnete die Show und ich muss gestehen, dass ich mich das ganz kurz nicht nur rhetorisch gefragt habe. Es folgt ein kleiner Erlebnisbericht von einer der unzähligen Vernissagen in Köln:

Detail aus dem wirklich genialen Ausstellungsplakat
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8. Juni 2007
Müngersdorf und die Künstler der Nachkriegsjahre
Der beschauliche kleine Ortsteil von Köln, der heute hier und da noch den Charme eines Dorfes verbreitet, ist in den fünfziger und sechziger Jahren fast so etwas wie eine Künstlerkolonie gewesen. Zahlreiche bildende Künstler wie Gerhard Marcks
und Hildegard Domizlaff
haben sich entschlossen, Arbeiten und Leben an diesem Ort oftmals in modern gestalteten Häusern zu vereinen. Marcks erhielt das Grundstück in Müngersdorf als Bezahlung für seine "Trauernde", die er im Auftrag der Stadt Köln erschaffen hatte und die heute noch das Gedenken an die Gefallenen der Weltkriege vor St. Maria im Kapitol wirkungsvoll in Szene gesetzt ist.

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21. Mai 2007
Die Pop Art Nonne
Sie ließ ihre Studentinnen in T-shirts mit "Jesus liebt dich" Aufdruck durch die Straßen laufen und dabei Schilder mit Cambpells Suppen Reklame hochhalten. Ähnlich provokativ und engagiert war Schwester Corita auch in Sachen Kirchenreform unterwegs. Sie unterrichtet an einem katholischen College in Los Angeles Kunst und ist mit der revolutionären jungen Kunstszene der Stadt enger bekannt (Ed Ruscha verehrt sie und arbeitet nur eine Straßenecke weiter). Eine wirklich interessante Figur der Kunstszene zu Zeiten, als sich alles zu verändern begann. Da aber leider die katholische Kirche sich nicht dazu durchringen konnte, die allseitigen Veränderungen mitzumachen, musste Schwester Corita konsequenter Weise aus ihrem Orden austreten. Das tat sie dann im legendären Jahr 1968. Da war sie aber schon längst ein Geheimtipp der jungen Kunstszene.

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