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15. August 2007, Dialog der Künste:

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Bodhidharmas Gespräch mit Kaiser Wu

Der Kaiser sagte: „Man vermag kaum aufzuzeichnen, wie viele Tempel ich bauen, Buddhapredigten ich abschreiben und Mönche ich weihen ließ. Welche Verdienste habe ich mir dadurch erworben?“
Der Meister (Bedhidharma) erwiderte: „Gar keine.“
Der Kaiser: „Weshalb?“
Darauf der Meister: „Das sind nur wertlose Verdienstgründe, die noch eng mit der Wiedergeburt verknüpft sind. Sie sind wie Schatten, die der Gestalt folgen, sie besitzen keine eigene Wesenheit.“
Der Kaiser: „Worin bestehen dann wahre Verdienste?“
Der Meister: „Es ist das reine Wissen, wunderbar und rund. Sein Wesen ist Leere und Stille. Solcherlei Verdienst läßt sich nicht durch weltliches Tun erlangen.“
Darauf fragte der Kaiser von neuem: „Welches ist der höchste Sinn der heiligen Wahrheit?“
Der Meister: „Offene Weite – nichts von heilig!“
Der Kaiser: „Wer ist das, der mir so zu entgegnen wagt?“
Der Meister: „Ich weiß es nicht!“

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Yves Klein, Schwammrelief, 1960

Posted by Kulturtussi in Dialog der Künste at 15.08.07 16:36| Comments (0)   Visits: 1919
Updated at 15.08.07 17:00


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