Blauer Reiter aus dem Rheinland

Er war mit dem Vetter von August Macke befreundet, der ihn in den Kreis der Münchener Avantgardisten einführte, nachdem er beim Jugendstilkünstler Thorn Prikker gelernt hatte. Heinrich Campendonk, der eigentlich nach guter Krefelder Tradition Mustermaler für die Textilindustrie werden wollte, kam nun zur farbenintensiven Ausdrucksmalerei im Stile eines Franz Marc, dessen Einfluss in seinen Bildern kaum zu übersehen ist. Auch eine Begegnung mit Chagall in Berlin blieb nicht ohne Spuren in Campendonks Werk.
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Campendonk, Der sechste Tag, 1914


Anläßlich seines 50. Todestages hat nun das Kaiser Wilhelm Museum in Krefeld dem berühmten Sohn der Stadt eine Sonderausstellung gewidmet, die alle wichtigen Bilder des Künstlers zusammenführt und auch lange verschollene Wandmalereien neu präsentiert.
Nach der Flucht vor der Verfemung nach Amsterdam geflohen, wo er auch nach dem Krieg als Hochschullehrer wirkte, wandte sich der rheinische Expressionist bereits in den 30er Jahren der Glasmalerei zu, die sicher auch den Einfluß seines Lehrers Thorn Prikker spiegeln.
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Ursprünglich war dieses Fenster 1937 als niederländischer Beitrag für die Weltausstellung geplant, heute befindet es sich in der Christkönigskirche im bayerischen Prenzberg
Hirte, Fisch und Harlekin. Heinrich Campendonk zum 50. Todestag
vom 09.05.2007 bis 09.09.2007
Kaiser Wilhelm Museum
Karlsplatz 35
47798 Krefeld
Telefon: +49 (0)2151 975 580
Telefax: +49 (0)2151 975 582 22

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