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Ausstellungen gucken


29. August 2010

Nur für einen Tag

Man kann nicht alles kennen, was es an Kennenswertem im Bereich Kunst und Kultur in Köln gibt. Dass ich aber bislang noch nichts von der Initiative Vorgebirgspark Skulptur gehörte habe, die dieses Jahr immerhin zum 11. Male namhafte Künstler eingeladen hat, für einen Tag den Park in Zollstock zu gestalen, das hat mich doch erstaunt. Es mag vielleicht daran liegen, dass es nur ein einziger Tag ist, an dem die temporären Installationen zu sehen sind. Von nun an werde ich die Aktionen der Initiative aufmerksam verfolgen. Was ich da heute sehen durfte hat mich begeistert und lohnt auf jeden Fall die Dokumentation hier.

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9. Juli 2010

Ein Abend mit Jim Avignon

Mit einem Konzert seiner neuen Band „Anxieteam“ eröffneteJim Avignon gestern Abend seine Ausstellung in der Galerie Schüppenhauer. Die neue Band (parallel zu Neoangin), die laut PR-Text die Leere füllen möchte, die der King of Pop hinterlassen hat, besteht aus Jim und dem Maler-Musiker-Kollegen Jon Burgerman und fühlt sich folgenden Stilrichtungen verpflichtet: Rick Wakeman / New Order / Yazz / Felt / Denim / Pet Shop Boys / Arab Strap / 8bit bEtty / The Proclaimers / Micachu / The Fall / Michael Jackson / Telex / Pulp / Robert Crumb / XOC / Bit Shifter / Boxcutter / Stacka Bo / Dan Deacon / Family Fodder / Ian Dury / Ian Curtis / John Peel / Jeffery Lewis / Aidan Smith / John Cooper Clarke.

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11. Juni 2010

new talents biennale

In Köln wird es wieder eine schöne neue Tradition geben, denn die new talents biennale findet nach 2008 nun zum zweiten Mal statt. Geballte Nachwuchskraft wird sich der Stadt bemächtigen und quasi als Entschädigung dafür, dass Köln nicht Kulturhauptstadt geworden ist, holt man sich auch noch die Kulturhauptstädte nach Köln. Das Konzept von new talents, übrigens ein Projekt des Kunstraumes Fuhrwerkswaage e.V., ist es, Absolventen von Kunsthochschulen eine Plattform zu bieten. Und mit über 50 Teilnehmern aus insgesamt 9 Hochschulen hat man nun vom 12. bis zum 20. Juni die einmalige Gelegenheit, sich über den künstlerischen Nachwuchs zu informieren.

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10. Mai 2010

Stich um Stich - die Stickbilder von Eva Mols

Auch wenn die Ausstellung im Atelierhaus Mols schon beendet ist, so lohnt sich doch eine kurze Nachbetrachtung der außergewöhnlichen Werke von Eva Mols, der Mutter von Atelierhaus-Betreiberin Helga Mols. Ungewöhnlich die Zusammenkunft von Mutter und Tochter in einer Ausstellung, die zeigt, wie die beiden sich gegenseitig befruchtet haben. Ungewöhnlich und absolut überraschend auch die Stickbilder der 81-jährigen Künstlerin, die sich erst im "Ruhestand" den lang gehegten Traum von der Kunst erfüllte.

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3. Mai 2010

Viva la vida

Vielfältige persönliche Verbindungen haben mich bereits insgesamt sieben Mal nach Mexiko geführt und jedes Mal gehörte ein Besuch in der Casa azul zu einem liebgewonnenen Ritual. Dort in Coyoacan ist der Moloch Mexico City nicht mehr ganz so zu spüren. Vielmehr merkt man diesem Stadtteil die Vergangenheit als Künstlerviertel an und es lohnt auf jeden Fall den Weg dorthin. Auch im Museo der reichen Erbin Dolores Olmedo Patino in Xochimilco kann man auf den Spuren von Frida Kahlo wandern, der außergewöhnlichsten Künstlerin des 20. Jahrhunderts. Und seit dem Wochenende nun sind insgesamt 170 ihrer Werke im Berliner Gropius Bau zu bewundern. Sogar längst verschollene und lange nicht ausgestellte sind darunter.

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26. Januar 2010

Kyotobar mit neuer Ausstellung

Eine wunderbare Erfindung diese Kyotobar, die von den Architekten Schilling als Raum für Kulturschaffende entworfen wurde. Die bewährte Arbeit von Martin Turck als Kurator hat diesem Ausstellungsraum an einer neuralgischen Stelle der Stadt schon so manche interessante Begegnung mit zeitgenössischer Kunst gebracht. Und so fügt sich das neueste Projekt auch nahtlos in die Reihe beachtenswerter Ausstellungen dort ein. Am kommenden 29. Januar eröffnet um 19.00 Uhr die Schau von 7 Fotografien der Künstlerin Barbara Dörfler.

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before dark, 2009, sw Fotografie, 37 x 45 cm

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16. Januar 2010

Fantasia

Wenn man in diesen Tagen in die stets gleißend hell ausgeleuchteten Räumlichkeiten der Galerie Kudlek van der Grinten eintritt, traut man seinen Augen nicht. Die sonst hier oft gesehene zurückhaltende Optik von Schwarz-Weiß-Fotos oder zarten Zeichnungen ist einer opulenten Schau von Objekten der Künstlerin Rebecca Stevenson gewichen, die einen auf den ersten Blick gefangennehmen. Die - sicher mit Bedacht - unter Glasstürzen ausgestellten Skulpturen faszinieren und berühren einen zugleich. Doch Vorsicht ist geboten: auf eine seltsame Art macht sich ein unangenehmes Gefühl breit. Man nähert sich den Exponaten, schaut fasziniert auf aufbrechende Blütenornamente und süße Tieraugen - und fragt sich doch auch wieder, woher dieser morbide Hauch kommt, der von den Kunstwerken ausgeht. Der Ansatz der Irritation funktioniert hier auf eine ganz wunderbare Weise und beschert einem eine extrem anregende Erfahrung in der Kunstbetrachtung.

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14. Dezember 2009

fully booked

Was kommt dabei heraus, wenn sich Kuratoren, Dramaturgen, Choreographen und Künstler zusammentun? Ein absolut spannendes Projekt wie die "Moving Locations" - die als Experiment entstandene Plattform für Kunstprojekte an ungewöhnlichen Orten. Zur Zeit ist dies die wirklich sehenswerte Ausstellung "fully booked" im ehemaligen Hotel Beethoven in Bonn, wo sich insgesamt 50 internationale Künstler zusammengefunden haben, um die ehemalige Absteige für Politiker und Prominente in der Rheingasse zu neuem Leben zu erwecken.

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Rezeption von Achim Zeman, Titel: verquer Foto: Rühmann / Beemsterboer

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6. November 2009

DDR im Mondenschein

Gestern hatte ich das absolute Vergnügen, den Fotografen Erasmus Schröter kennenzulernen. Er war mit großformatigen Bunker-Fotos bei der CENTRAL vertreten und begeisterte durch eine Präsentation über seine Arbeit. Es ist unglaublich faszinierend zu sehen, wie er die Hinterlassenschaften des Atlantik-Walls in poetische Landschaften verwandeln konnte. Seine Fotos sind analog aufgenommen und nicht nachbearbeitet - umso faszinierender erlebt man die Farbspiele auf den Gegenständen, die sich mit Himmel und Meer zu einer fast theaterhaften Kulisse verbinden.

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6. Oktober 2008

Die haptische Dimension des Zeichnens

To scar bedeutet im Englischen "zeichnen" aber auch "eine Wunde/einen Kratzer hinterlassen". Aus der Perspektive des Gestaltens bedeutet dies, sich mit der Oberfläche auseinandersetzen. Besonders die Landschaft trägt als Motiv ungeheures Potential zur Gestaltung dieser künstlerischen Fragestellung.
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Besonders solche beeindruckenden Formationen wie in der berühmten Kalksandsteinschlucht nahe dem britischen Malham haben die Tradition der Landschaftsmalerei nachhaltig beeinflusst. Immer schon waren Künstler faszniert von den landschaftlichen Besonderheiten, spürten ihnen mit ihren künstlerischen Mitteln nach. Auch William Turner malte die Gordale Scar.

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29. August 2008

Augenweide

Jeder kann knipsen. Auch ein Automat. Aber nicht jeder kann beobachten. Photographieren ist nur insofern Kunst, als sich seiner die Kunst des Beobachtens bedient. Beobachten ist ein elementar dichterischer Vorgang. Auch die Wirklichkeit muss geformt werden, will man sie zum Sprechen bringen.
Friedrich Dürrenmatt

Die Photokina steht vor der Tür und wieder einmal versammelt sich alles, was Rang und Namen in der Branche hat, in Köln. Kaum eine Kölner Messe hat mehr Gewicht und so ist es auch folgerichtig, dass die Veranstalter seit einigen Jahren mit der Visual Gallery die Vermittlung zeitgenössischer Photographie betreiben. Das hat Tradition, denn bereits in den Anfängen der Messe hatten die Mannen um L. Fritz Gruber sich immer wieder mit der Sichtung interessanter Photographen beschäftigt.

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31. Juli 2008

Rembrandt und der kleine Junge

Derzeit lockt eine schöne Ausstellung in die wohl klimatisierten Räume des Wallraf-Richartz-Museums. In einem durchaus gewagt designten Ambiente zeigt der Sammler George Kremer seine in den letzten 13 Jahren zusammengetragene Kunst. Insgesamt 50 Highlights der niederländischen Malerei des 17. Jahrhunderts - des Goldenen Zeitalters.

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Gerrit van Honthorst, Alte Frau, eine Münze im Licht einer Laterne betrachtend, 1623

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8. Mai 2008

Die Achtziger

Ungebremstes Durchstarten zu Beginn der Achtziger - das ist nun schon bald 30 Jahre her und man meint immer noch, es sei erst gestern gewesen. Dass ich begonnen habe, Kunstgeschichte zu studieren oder dass Bands wie Roxy Music "in" waren.

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Oder dass sich Künstler fragten "Why pictures now" und sich selbst die Antwort darauf gaben: "Heute denken - morgen fertig!"

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22. April 2008

rheinwärts

Es muss einer dieser dunklen Tage gewesen sein. An denen das Wasser des Rheins geheimnisvoll dunkelgrün erscheint und die Flut die Wucht der Eisschmelze aus den Bergen mit sich bringt. Kräftige Pinselstriche entsprechen der Strömung. Darüber erhebt sich schiefergrau ein Fels. Einer, auf dem auch der berühmte Riesling wächst.

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28. Dezember 2007

Rückblick 2007 - Was war mit der Grand Tour?

Leider habe ich sie nicht ganz geschafft, die Grand Tour 2007. Wobei es mich schon besonders ärgert, dass ich nicht nach Münster gefahren bin. Oft liegt das Gute doch so nah. Und wie mir Freunde berichteten, eine schöne Ausstellung. Nach Basel zu fahren, hatte ich sowieso nicht vor. Dafür bereue ich es durchaus, nach Kassel gefahren zu sein. Bei all meinen insgesamt 5 Documenten war diese die mit Abstand enttäuschendste. Den krönenden Abschluss lieferte jedoch der Besuch der Biennale, die zugleich auch noch mit ein paar reizenden Tagen Hochzeitsreise einen fantastischen Höhepunkt des Kunstjahres geboten hat.

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