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September 2007



24. September 2007, Filme gucken:

The Klaus Nomi Song

nomi01.jpgEr wirkte wie von einem anderen Stern, und wenn er zu singen begann, war es schwer, das Publikum zu überzeugen, dass nicht Playback-Technik eingesetzt wurde. Denn Klaus Nomi (1944–1983) gehörte nicht nur in seiner bizarren Optik zu den exzentrischsten Paradiesvögeln der New Yorker New-Wave-Szene der 70er und 80er Jahre, sondern setzte auch mit seinem Gesang Maßstäbe: Sechs Oktaven umfasste er spielerisch, und wenn er einen im volltönenden Bariton eingeleiteten Song plötzlich in höchste Countertenor-Sphären überleitete, stockte den Zuhörenden der Atem. Ursprünglich als Klaus Sperber in Immenstadt im Allgäu geboren, wurde Klaus Nomi die bayerische Provinz schnell zu eng, und sein Weg führte ihn nach Berlin und dann nach New York, wo ihm nach einem Auftritt in der "New Wave Vaudeville Show" der Durchbruch gelang.

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Posted by Julian in Filme gucken at 14:47 | Permalink | Comments (0)

19. September 2007, Gedankensplitter:

Was liest Meisner?

sedlmayr.jpgDas wäre jetzt auch noch nachzuschieben für diejenigen, die sich in der kunsttheoretischen Literatur nicht so zuhause fühlen. Meisner sprach ja in seiner Rede von dem Verlust der Mitte, den die Kunst zu befürchten habe, wenn sie eben nicht an die Religion zu binden sei. Das bezieht sich auf ein äußerst heiß diskutiertes Werk, dass der österreichisch-bayerische Kunsthistoriker Hans Sedlmayr verfasst hat - 1948. In dem wird genau dies beschrieben, dass nämlich Kunst nur dann Kunst sei, wenn sie auf das christliche Menschenbild bezogen sei.

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Posted by Kulturtussi in Gedankensplitter at 18:57 | Permalink | Comments (1)

18. September 2007, Gedankensplitter:

Das Problem mit dem Erzbischof ...

... ist ja nicht neu in Köln. Schlimm war es beispielsweise mit Anno II. Der gebürtige Schwabe war in Köln nie besonders gelitten und möglicherweise leidet auch der Kardinal Meisner unter der unterschwelligen Ablehnung durch die Kölner. Richtig gewollt hat ihn hier wohl sowieso niemand. Und ganz böse Zungen behaupten ja auch, das Domkapitel habe das Richterfenster in Auftrag gegeben, um den Erzbischof zu ärgern. Immerhin ist sein Sessel im Altarraum ja auch schön so ausgerichtet, dass die bunten Sonnenstrahlen ihn genau treffen..

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Wappen des Kölner Erzbischofs mit dem Spruch "SPES NOSTRA FIRMA" - unsere Hoffnung für Euch steht fest

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Posted by Kulturtussi in Gedankensplitter at 12:16 | Permalink | Comments (2)

14. September 2007, Ausstellungen gucken:

Michelangelo

Ich bin kein Architekt, soll er des Öfteren gesagt haben. Dennoch hat der 72-jährige Michelangelot Buanarotti eine der beeindruckendsten Kirchenkuppeln der Christenheit geschaffen, die den Petersdom bis heute zu einem unverwechselbaren Monument macht. Dass hier eher ein Genie, denn ein rational denkender Baumeister am Werke war, bezeugen auch frühere Planungen, die von seinen Zeitgenossen kopfschüttelnd betrachtet wurden, weil man sie absolut nicht verstand.

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Posted by Kulturtussi in Ausstellungen gucken at 16:56 | Permalink | Comments (0)

12. September 2007, Fundstücke:

Über dem Regenbogen ...

Es ist immer wieder erstaunlich, wo man auf Künstler treffen kann. Eine ganze Riege namhafter amerikanischer Künstler tauchte bei einer Modestrecke der Vogue auf, die von der Starphotographin Annie Leibovitz inszeniert wurde. Das amerikanische Märchen "The wizard of Oz" ist eine Vorlage, die mit Keira Kneightly als Dorothy und beispielsweise Jasper Johns als Löwe überraschend umgesetzt wird. Den absoluten Clou liefert jedoch Chuck Close als Zauberer. Wirklich ein zauberhafter Bilderbogen - auch wenn es nur Modephotos sind.

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Posted by Kulturtussi in Fundstücke at 12:25 | Permalink | Comments (0)

11. September 2007, Ausstellungen gucken:

Seelenpflästerli - oder?

Völlig einleuchtend, dass das Klingenmuseum in Solingen eine Ausstellung über Scherenschnitte zeigt, oder? Ist doch die Schere das wichtigste Untensil zur Herstellung dieser wunderbaren schwarzweißen Kunst. Mich haben die kontrastreichen Bilder schon immer fasziniert und in letzter Zeit scheint eine gewisse Retrowelle auch die Ästhetik der Scherenschnitte aufleben.

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Posted by Kulturtussi in Ausstellungen gucken at 15:15 | Permalink | Comments (0)

10. September 2007, Kunst und Küche:

Soufflé

Ein Soufflé bzw. Soufflee (von französisch souffle = Hauch, Atem) ist eine leichte Eierspeise, deren luftige Größe aus der Verbindung des Teiges mit geschlagenen Eiweiß entsteht.
Wichtig beim Schlagen des Eiweißes ist die ausreichende Luftzufuhr. Die Zubereitung eines Soufflés erfordert auch ein großes Maß an Erfahrung und Geduld. Bei einem zu frühen Öffenen des Backofens kann das ganze Gebilde in sich zusammenfallen.

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Posted by Kulturtussi in Kunst und Küche at 15:26 | Permalink | Comments (0)

6. September 2007, Ausstellungen gucken:

Apropos Glasfenster

Das Richterfenster und die Diskussion darum haben einen neuen Fokus auf die Gestaltung von Kirchenfenstern gelegt. Es gibt ja Stimmen, die so gar nicht einverstanden sind, mit modernen und vor allem abstrakten Entwürfen. Eine feine Ausstellung im Linnicher Glasmuseum bietet noch bis Ende September Gelegenheit, sich ein wenig mit der Entwicklung moderner Glasgestaltung zu beschäftigen. Und dabei gleichzeitig einen ganz Großen zu entdecken.

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Thorn-Prikker, Orange, 1931

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Posted by Kulturtussi in Ausstellungen gucken at 13:06 | Permalink | Comments (0)

5. September 2007, Besondere Anlässe:

On the Road

Heute vor 50 Jahren erschien der legendäre Roman der Beat-Generation, mit dem Jack Kerouac die Kulturszene der 50er und 60er Jahre nachhaltig beeinflusst hat. Er schrieb das Werk damals auf einer Endlosrolle Papier und die wird heutzutage quasi als Reliquie der wilden Zeit aufbewahrt und ausgestellt. "Unterwegs" war eines der wichtigsten literarischen Zeugnisse jener Jahre und zeigt mit der atemlosen Sprache und Wahrnehmung der Welt quasi aus dem Autofenster heraus wesentliche Aspekte der Moderne. Nicht zuletzt orientierte sich so gut wie jedes Roadmovie an dieser Art der Darstellung. Nicht nur "Easy Rider", der allerdings sehr deutlich das Vorbild refelktiert. Besonders faszinierend ist es jedoch, das Stakkato der Sprache, die Details der Dingwelt, die im Roman beschrieben wird, mit der bildenden Kunst jener Jahre zu vergleichen.

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Die "Rolle", wie Kerouac sein Manuskript nannte, ist Zeugnis der wie im Rausch automatisch hervorgebrachten Texte der Beat-Autoren.

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Posted by Kulturtussi in Besondere Anlässe at 09:54 | Permalink | Comments (0)