Dezember 2006
29. Dezember 2006, Fundstücke:
Neujahrsgedanken
Bei meinen Recherchen zur Kunst, die sich mit Sylvester und Neujahr beschäftigt, stieß ich interessanterweise auf viel Dramatik, Depression und negativen Beigeschmack. So dass ich auf den guten alten Goethe zurückgreifen musste, der ja in seiner abgeklärten Art für fast jede Lebenslage etwas Literarisches zu bieten hat!
In der bildenden Kunst kam ich auf die japanische und chinesische Tradition der Neujahrsbilder, die vor allem als sogenannte "Türgötter" Schutz und Glück bringen sollten. Wobei man allerdings anmerken muss, dass das asiatische Neujahr mit dem 18. Februar verbunden wird. Dennoch wünsche ich mit einem solchen Neujahrsbild allen Lesern der Kulturtussi für den bevorstehenden westlichen Jahreswechsel alles Gute und weiterhin die nötige Neugier, hier mitzulesen!!

Weiterlesen "Neujahrsgedanken"
Posted by Kulturtussi in Fundstücke at 12:57 | Permalink | Comments (0)
28. Dezember 2006, Texte zur Kunst:
Die Künstler im Kaffeehaus
In den sechziger und siebziger Jahren des 19. Jahrhunderts hatte Manet die Impressionisten veranlasst, sich in den Kaffeehäusern zu treffen, von denen das „Café Guerbois“ und das „Café del la Nouvelle-Athènes“ zu den beliebtesten Treffpunkten dieses Kreises wurden. Diese Entwicklung blieb kein Einzelfall und man kann in der Folge für fast jede Künstlervereinigung das entsprechende Stammlokal benennen.

Das Berliner Café des Westens
Weiterlesen "Die Künstler im Kaffeehaus"
Posted by Kulturtussi in Texte zur Kunst at 15:35 | Permalink | Comments (1)
27. Dezember 2006, Fundstücke:
Ist doch alles nur ein Spiel
Passend zu jeder Menge Lego unter dem Weihnachtsbaum gibt es nun auch berühmte Künstler und ihre Werke nachgebildet mit diesen kleinen Plastiksteinchen und -figürchen. Neben Andy Warhol vor seinem Dollarbild überzeugt vor allem Dali mit seinem Lobster-Telefon und ganz allerliebst ist Damian Hirst (mit Dreitagebart) vor seinem in Formaldehyd gegossenen Hai. Die Website Little Artists
bietet Kunst und den Umgang damit für Kinder an und die Walker Art Gallery
in Liverpool hat sich schon schlauerweise die Dienste dieser pädagogisch sinnvollen und gleichzeitig ohne schulischen Zeigefinger daherkommenden Teams gesichert. Sowas möchte man mehr sehen!!

Posted by Kulturtussi in Fundstücke at 11:38 | Permalink | Comments (0)
22. Dezember 2006, Texte zur Kunst:
Vincent van Gogh
Die meisten Menschen wissen um die dramatischen späten Jahre des Künstlers Vincent Van Gogh. Wie hat sich jedoch der Künstler Vincent entwickelt, welche Stationen seiner Kunst sind wichtig und worin liegt seine außerordentliche Bedeutung für die Kunstgeschichte. Gehen wir doch einmal Schritt für Schritt durch die Welt des Vincent van Gogh und tauchen ein in eine Malerei, die intensiv und authentisch ist und bis heute zum Genialsten zählt, was in der modernen Geschichte der Kunst geschaffen wurde.

Weiterlesen "Vincent van Gogh"
Posted by Kulturtussi in Texte zur Kunst at 15:49 | Permalink | Comments (5)
21. Dezember 2006, Fundstücke:
Weihnachtsbild
Seit dem 4. Jahrhundert gibt es die Darstellung der Geburt Christi, die sich vor allem aus den biblischen Schilderungen im Markus- und im Lukas-Evanglium speist. Die Bilder werden je nach Glaubenshintergrund der jeweiligen Epoche unterschiedlich ausgeschmückt. Ein wahrscheinlich von Hienonymus Bosch stammendes Gemälde aus der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts zeigt eine ganz besonders eigenwillige Komposition.

Posted by Kulturtussi in Fundstücke at 15:54 | Permalink | Comments (0)
20. Dezember 2006, Fundstücke:
Desperate Housewives
Eine von vielen Serien, die aus dem fernen USA auf unsere heimischen Fernsehbildschirme flimmern - aber schon der Vorspann verheißt mehr als nur langweilige Massenware. Na ja, die altbekannten Inhaltsstoffe von serientauglicher Suchtwirkung sind natürlich schon enthalten und die Themen zwischen Sex and Crime sind dann zugegebener Maßen hollywoodesker Mainstream. Dennoch: gut gemachte Unterhaltung. Aber das wollte ich eigentlich gar nicht sagen. Wie es sich für eine Kulturtussi gehört, wollte ich hier einmal näher auf die Vorbilder des Vorspanns eingehen. Die stammen nämlich aus der Kunstgeschichte!!

Die für den Vorspann genutzte Version des Cranach Bildes sieht ein wenig anders aus und hängt in den Florentiner Uffizien
Weiterlesen "Desperate Housewives"
Posted by Kulturtussi in Fundstücke at 16:31 | Permalink | Comments (4)
19. Dezember 2006, Texte zur Kunst:
Impressionistische Kaffeehausszenen
Die Impressionisten sind die ersten Künstler, die sich des Cafés annehmen und es als eigenständiges Bildmotiv etablieren. Mit ihrer Kunst wollen sie Atmosphäre und Augenblicke einfangen und vor allem interessiert sie - inspiriert durch die naturalistische Literatur ihrer Zeit - die Großstadt als Erlebnisraum der Moderne.

Manet zeichnet das Café Guerbois
Das Café spielt eine wichtige Rolle bei der Entstehung dieser Kunstrichtung, die ohne die zahlreichen Diskussionen und hitzigen Gespräche über Kunst, die in den entsprechenden Stammcafés geführt wurden, gar nicht zu denken wäre.
Weiterlesen "Impressionistische Kaffeehausszenen"
Posted by Kulturtussi in Texte zur Kunst at 11:34 | Permalink | Comments (0)
18. Dezember 2006, Köln Kultur:
Neue Vorträge zu den Kölner Museen
Die Freunde des Wallraf-Richartz-Museums und des Museums Ludwig legen das neue Programm für das erste Quartal 2007 vor. Das ist wie gewohnt vielfältig, bedenkt beide Häuser und lohnt sich wirklich. Ausgewiesene Experten kommen eigens nach Köln und sprechen zu Themen, die mit den jeweiligen Sonderausstellungen verknüpft werden. Den Auftakt macht eine Veranstaltung zur Rembrandtnachfolge, aber auch neue Schenkungen an die Museen werden nachhaltig besprochen und erläutert. Durchweg gewinnbringende Veranstaltungen, für die es sich allemal lohnt, die Termine jetzt schonmal einzutragen.

Das Wallraf-Richartz-Museum hat wohl einen der schönsten Vortragssäle Kölns - den Stiftersaal

Die Veranstaltungen im Museum Ludwig finden in der dortigen Cinemathek statt
Weiterlesen "Neue Vorträge zu den Kölner Museen"
Posted by Kulturtussi in Köln Kultur at 16:00 | Permalink | Comments (0)
15. Dezember 2006, Texte zur Kunst:
Kaffeehausszenen
Nachdem in den 80er Jahren ein rasch voranschreitendes Cafésterben zu verzeichnen war, stellt man doch im Zuge von Starbucks und Co. erfreut fest, dass zumindest die Kultur des Kaffeetrinkens eine neue Mode geworden ist. Auch wenn natürlich der USA-Import trotz gemütlicher Fauteuils nicht an die früheren Kaffeehäuser heranreicht, so haben sie doch zumindest ein neues Verhalten der Großstädter bewirkt. Denn neben dem Kaffee to go (hektisch auf dem Weg zur Arbeit) bleibt man durchaus auch länger sitzen, unterhält sich und nippt am Macchiato. Das Kaffeetrinken in der Öffentlichkeit ist ein ganz spezieller Aspekt des Großstadtlebens, hat eine lange Tradition und vor allem sehr viel Einfluss auf Kunst und Kultur genommen.

Weiterlesen "Kaffeehausszenen"
Posted by Kulturtussi in Texte zur Kunst at 11:40 | Permalink | Comments (2)
13. Dezember 2006, Besondere Anlässe:
Das Rembrandt-Jahr geht zu Ende

Weihnachten naht und das Rembrandt-Jahr neigt sich dem Ende zu. 1606 wurde Rembrandt Harmensz. van Rijn geboren. Sein Vorname wurde zum Synonym für das "Goldene Zeitalter" der niederländischen Barockmalerei und kaum ein Künstler hat eine dramatischere Lebensgeschichte zu bieten.
Weiterlesen "Das Rembrandt-Jahr geht zu Ende"
Posted by Kulturtussi in Besondere Anlässe at 14:12 | Permalink | Comments (0)
12. Dezember 2006, Besondere Anlässe:
Happy Birthday, Mr. Munch
Nehmen wir doch mal den 143. Geburtstag Edvard Munchs zum Anlass, an ihn zu erinnern. Tut nämlich Google auch. Und da ziehen wir doch mal eben gleich. Allerdings nicht mit dem nach der Mona Lisa und den Sonnenblumen van Goghs angeblich berühmtesten Gemälde "Der Schrei".( Von dem besitze ich übrigens eine hübsch aufblasbare Plastikpuppenversion!).Sondern mit einer spannenden Entdeckung, die ich vor Jahren machte, als im Museum Ludwig eine Sonderausstellung den amerikanischen Künstler Jasper Johns ehrte.

Edvard Munch, Selbstporträt zwischen Uhr und Bett, 1942
Das merkwürdige Deckenmuster, bei Munch sicher auch schon dazu angetan war, psychische Befindlichkeiten mitzuteilen, hat den Künstler Johns begeistert, der nicht nur seine Alltagswelt nach möglichen Versatzstücken für seine Bilder untersuchte, sondern vor allem auch die kunstgeschichtlichen Vorbilder danach abtastete.

SCENT, Lithographie, 1976
So ist Edvard Munch lange nach seinem Tod 1944 ein weiteres Mal Ideengeber für einen Künstler. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts hatten Künstler wie Ernst Ludwig Kirchner den Norweger bis an die Grenzen der Kopie verarbeitet (Kirchner hatte sich seinerzeit vehement gegen den Vorwurf des Kopierens gewehrt!!).
Posted by Kulturtussi in Besondere Anlässe at 13:10 | Permalink | Comments (1) | TrackBack (1)
11. Dezember 2006, Meilensteine der Kunst:
Les Demoiselles d'Avignon
Was Sie schon immer einmal wissen wollten, aber nie zu fragen gewagt haben: welche Bilder sind eigentlich die wichtigsten Meilensteine der Kunstgeschichte und warum? Hier finden Sie in loser Folge die Kunstwerke, die einschneidende Veränderungen in der Kunst einläuteten oder für entscheidende Paradigmenwechsel stehen. Den Anfang macht ein Werk des legendären godfather of art: Pablo Ruiz Picasso. Mit einigen originalen Zitaten lässt sich das geistige Klima nachvollziehen, in welchem dieses Bild enstand, das den Beginn des Kubismus markiert. Einer Kunstrichtung, die die Aufgaben der Malerei völlig neu definiert. Nicht das Abbild der Natur ist hier entscheidend, sondern das "hinter die sichtbare Welt blicken". Eine eigenständige "Wahrheit" entsteht auf der zweidimensionalen Leinwand.

1907, Museum of Modern Art
Weiterlesen "Les Demoiselles d'Avignon"
Posted by Kulturtussi in Meilensteine der Kunst at 12:48 | Permalink | Comments (1)
8. Dezember 2006, Köln Kultur:
Erotische Welten im Museum
Er schrieb über die Erotismen im alten Rom, schätzte Marquis de Sade und war ein Künstler, der sich auf kein Genre festlegen wollte:der Autor, Philosoph, Übersetzer und in seinen späten Jahren auch bildende Künstler Pierre Klossowski, der ab dem 22. Dezember im Museum Ludwig mit der Ausstellung "Gespräche ohne Worte" präsentiert wird. Pierre Klossowski ist der Sohn eines polnischstämmigen Kunsthistorikers und seine Mutter wurde die letzte Geliebte Rilkes. Derartig vorbelastet bewegte sich der junge Pierre zwischen den späten Surrealisten und einer Intellektuellenszene, die Nietzsche verehrte und den Marquis de Sade als den letzten großen Auflkärer feierten. Als Privatsekretär von Andre Gide tauchte er ab in eine völlig neue Welt der Obzessionen und verarbeitete diese in eigenen literarischen Werken, in denen häufig seine Ehefrau Denise in der Rolle einer gewissen Roberta erotischen Phantasien ausgesetzt ist.

Weiterlesen "Erotische Welten im Museum"
Posted by Kulturtussi in Köln Kultur at 15:02 | Permalink | Comments (1)
7. Dezember 2006, Besondere Anlässe:
Wir erinnern uns
"Im sechsten Monat wurde der Engel Gabriel von Gott in eine Stadt in Galiläa namens Nazaret zu einer Jungfrau gesandt. Sie war mit einem Mann namens Josef verlobt, der aus dem Haus David stammte. Der Name der Jungfrau war Maria. Der Engel trat bei ihr ein und sagte: Sei gegrüßt, du Begnadete, der Herr ist mit dir. Sie erschrak über die Anrede und überlegte, was dieser Gruß zu bedeuten habe. Da sagte der Engel zu ihr: Fürchte dich nicht, Maria; denn du hast bei Gott Gnade gefunden. Du wirst ein Kind empfangen, einen Sohn wirst du gebären: dem sollst du den Namen Jesus geben. Er wird groß sein und Sohn des Höchsten genannt werden. Gott, der Herr, wird ihm den Thron seines Vaters David geben. Er wird über das Haus Jakob in Ewigkeit herrschen, und seine Herrschaft wird kein Ende haben. Maria sagte zu dem Engel: Wie soll das geschehen, da ich keinen Mann erkenne? Der Engel antwortete ihr: Der Heilige Geist wird über dich kommen, und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten. Deshalb wird auch das Kind heilig und Sohn Gottes genannt werden. Auch Elisabeth, deine Verwandte, hat noch in ihrem Alter einen Sohn empfangen; obwohl sie als unfruchtbar galt, ist sie jetzt schon im sechsten Monat. Denn für Gott ist nichts unmöglich. Da sagte Maria: Ich bin die Magd des Herrn; mir geschehe, wie du es gesagt hast. Danach verließ sie der Engel."

Fränkisch, um 1500
Weiterlesen "Wir erinnern uns"
Posted by Kulturtussi in Besondere Anlässe at 12:36 | Permalink | Comments (0)
6. Dezember 2006, Fundstücke:
Turnerpreis an Tomma Abts
Yoko Ono sah aus, wie ein Gnom aus einem Fantasie-Film und es gab von verschiedenen Stellen aus doch auch die ein oder andere kritische Bemerkung. Dennoch: es ist schon etwas Besonderes, wenn der Turner-Preis an eine Deutsche verliehen wird - noch dazu die erste Frau in einer langen Reihe seit 1984.

Weiterlesen "Turnerpreis an Tomma Abts"
Posted by Kulturtussi in Fundstücke at 09:25 | Permalink | Comments (0)
5. Dezember 2006, Fundstücke:
MoMA reloaded
Das Museum of Modern Art in New York gilt als eines der erfolgreichsten, berühmtesten und wichtigsten Museen weltweit. Es hatte immer (!) gigantische Besucherzahlen und war erfolgreich wie kein Zweites. Dennoch kam vor 10 Jahren mit dem neuen Direktor Glenn Lowry ein Macher ans Ruder dieses Flaggschiffs der Kunstmuseen, der - damals für alle etwas überraschend - einen grundlegenden Umbau des Museums forderte und den Aufsichtsrat zu fast einer Milliarde (1.000.000.000,00) Dollar überredete. Musste das denn sein? Und dann beauftragte er auch noch einen relativ unbekannten japanischen Architekten, der bisher noch nie außerhalb Nippons gearbeitet hatte.

Posted by Kulturtussi in Fundstücke at 12:59 | Permalink | Comments (0)
4. Dezember 2006, Köln Kultur:
Zwei Engländer in Köln
Mit Natalie Bennett und Tony Smith zeigt Martin Turck zwei Liverpooler Künstler, die mit ihren Gemälden, Zeichnungen und Collagen vielfältige Möglichkeiten intellektueller Auseinandersetzung mit Bildräumen bieten. Die Wege der Ideenfindung, Experimentierfreude und handwerkliche Lösungen lassen sich bei beiden Künstlern nachvollziehen und laden ein zur Betrachtung und Versenkung. In der Ehrenfelder Galerie von Turck zeigt sich einmal mehr die fruchtbare Städtepartnerschaft in Sachen Kultur, die zwischen Köln und Liverpool besteht.

Weiterlesen "Zwei Engländer in Köln"
Posted by Kulturtussi in Köln Kultur at 09:09 | Permalink | Comments (0)
1. Dezember 2006, Fundstücke:
Kitsch as Kitsch can
Ich muss zugeben: ich weiß nicht, woher dieser oft zitierte Satz stammt. Aber er ist untrennbar mit der Vorstellung von Bildern verbunden, die fern ab jeder Bedeutungstiefe einen leichten Schauer des Grauens neben dem des Wohlbefindens den Rücken herunter rieseln lassen. Bilder, die bis an die Grenzen des Aushaltbaren harmonisch, schön im Sinne von banaler Ästhetik und ohne Ecken und Kanten daherkommen.

Weiterlesen "Kitsch as Kitsch can"
Posted by Kulturtussi in Fundstücke at 10:37 | Permalink | Comments (0)
