August 2006
31. August 2006, Ausstellungen gucken:
Kinder der Nacht
Goethe war ein ausgesprochener Nachtmensch, ebenso wie Nietzsche oder Goya. Wie auch vielen unbekannteren Kreativen war ihnen die Nacht das inspirierende Umfeld. In Dunkelheit und Stille, weit entfernt vom Alltag, kommen die besten Gedanken. So versenken sie sich tief und konzentriert in ihre Arbeit. Oftmals geben sie sich so allerdings auch der Gefahr des Hinwegsinkens hin. In der Nacht tauchen eben auch die dunklen Bilder und Gedanken auf und nehmen von einem Besitz.
Jetzt widmet sich eine Ausstellung in Weimar diesem Mysterium um Inspiration, Chaos, Wagnis und Irrsinn. "Die Nacht und ihre Kinder" wird begleitend zum Weimarer Kunstfest gezeigt.
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30. August 2006, Termine:
Hommage an Heinrich Heine
Sonntag, 10. September 2006, 19.00 Uhr
"Von Liebe, Tod und Leidenschaft. Hommage an Heinrich Heine”
Trio Contraste: Rainer Berger/ Flöte, Tobias Röthlin/ Viola, Stephan Schäfer/ Gitarre und Sprecher: Josef Tratnik

Das Käthe Kollwitz Museum Köln
bietet einmal mehr in der Reihe "Dialoge" eine musikalisch-literarische Veranstaltung, die sich auch thematisch mit den Werken der Künstlerin auseinandersetzt. Denn "Liebe" und "Tod" - bei Heine im romantischen Kontext verklärt - sind auch die zentralen Motive der Käthe Kollwitz. Auch sie sieht in beidem keinen Gegensatz, versucht vielmehr den Tod in das Thema der Liebe versöhnlich einzubinden.
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29. August 2006, Texte zur Kunst:
Robert Rauschenberg und die Beat Generation

Robert Rauschenberg, 1991.
Robert Rauschenberg gilt als einer der Hauptvertreter der amerikanischen Kunst des 20. Jahrhunderts und ist seit den sechziger Jahren ein Superstar der internationalen Kunstszene.Im legendären Black Mountain College lernte Rauschenberg in den fünfziger Jahren mit John Cage (Musiker) und Merce Cunningham (Tänzer, Choreograph) die beiden zentralen Figuren der Avantgarde der 50er Jahre kennen. Sie bildeten die Basis für eine neue Ästhetik, die sich vor allem durch Motive der Spontaneität und des Zufalls auszeichnete und im Folgenden zur Erweiterung des Kunstbegriffs, zu der Erfindung von „Happening“ und „Performance“ führen sollte. Diese Anregungen griff Robert Rauschenberg auf und verschmolz in seinen Arbeiten Malerei mit Skulptur, Fotografie, Theater und Musik. Seine Arbeiten scheinen alles zu verbinden – den Alltag, die Kunst, das Leben – sie sind perfekter Ausdruck des Zeitgefühls jener Generation, zu der auch die Beat-Autoren ihren Beitrag geleistet haben.Mitte der 80er Jahre kam es zu einer direkten Zusammenarbeit von R. Rauschenberg und William S. Burroughs. Rauschenberg schuf Lithographien, in die einzelne Sätze des Dichters mit Prägedruck eingefügt wurden.
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28. August 2006, Köln Kultur:
Art.Entfaltung
Bereits zum zweiten Mal tun sich zwei Künstlerinnen zusammen, die unterschiedlich arbeiten, sich jedoch in den künstlerischen Aufgabenstellungen erstaunlich nahe sind.
Ines Braun und Katja Ploetz stellen erneut gemeinsam im Kulturbunker in Mülheim aus. Mit der Ausstellung Art.Entfaltung zeigen sie neue Arbeiten und Ideen zum künstlerischen Schaffensprozess.
"Jedem Kunstwerk liegt eine Evolution (Entwicklung) zugrunde. Die erste Form wird durch den Künstler bestimmt, dann überarbeitet, verändert und seinem individuellen Denken angepasst.
Der Künstler verhält sich seinem Werk gegenüber wie die Einflüsse der Umwelt dem Leben, einer Art oder einem Individuum gegenüber. Diese Parallele der "Art-Entfaltung" bestimmt den Kern der Ausstellung."
Ausstellungseröffnung am Sonntag, den 10. September um 15.00 Uhr
Laufzeit bis einschließlich 23. September 2006
Öffnungszeiten der Ausstellung: Di.-Fr. 17-20 Uhr und Sa/So 11-17 Uhr
Kulturbunker Mülheim, Berliner Str. 20, 51063 Köln
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25. August 2006, Köln Kultur:
Krankheit Kunst

Genie und Wahnsinn - der bekannte Mythos vom Entstehen der Kunst in einem Zustand, der außerhalb jeglicher Normalitäten anzusiedeln ist. Besonders die Kunst der Moderne zeigt viele Beispiele, wie Normabweichungen bzw. auch krankhaftes Verhalten neue Impulse für die Kunstproduktion lieferten. Sollte man Kunst allerdings mit Krankheit vergleichen oder gar gleichsetzen? Das scheint mir doch ein ziemlich verquerer Gedanke. Der allerdings wird im Oktober ausgerechnet vom Hörspielforum der Filmstiftung NRW in Köln verfolgt werden.
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23. August 2006, Köln Kultur:
Der König singt ...
20 Jahre ist es nun schon her, seit das neue Museum am Bischofsgarten eröffnet hat. Nach dem Auszug des Wallraf-Richartz-Museums vor 5 Jahren feiert das Museum Ludwig
nun gemeinsam mit der Kölner Philharmonie
das runde Jubiläum mit einem Tag der Offenen Tür. Besucher können sich über jede Menge Führungen, Workshops freuen und vor allem auf den Auftritt Kaspar Königs, der mit Kölner Chören Händels Halleluja und den "Gefangenenchor" singt. Allein deswegen lohnt sich ein Besuch am Sonntag, dem 27. August bei freiem Eintritt.
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22. August 2006, Fundstücke:
Do it yourself - Dripping für Anfänger
Oh, das macht Spaß!! So oder so ähnlich muss sich Jackson Pollock gefühlt haben, als er seine Drippings herstellte. Mit Leichtigkeit über die Leinwand tanzen und überall dort, wo man sich lang bewegt, bleiben die Spuren der Ekstase und Leidenschaft zurück.

Ein "Pollock" mit wenigen Mausbewegungen.
Aber irgendwie fühlt man sich ein wenig um den ganzen Spaß betrogen, wenn das alles nur virtuell funktioniert - wie uns eine Internetadresse anbietet, die sich den Namen des Künstlers gesichert hat: www.jacksonpollock.org
.
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21. August 2006, Fundstücke:
Literarische Ausstellungsbegleiter
Ein neuer Trend ist geboren! Zur komplexen Ausstellung wird ein literarischer Almanach in Auftrag gegeben, der mit namhaften Autoren aufwartet, die zum Thema entsprechende Kurzgeschichten liefern.
Crossover der Künste, das sicher auch eine clevere Marketingstrategie sein kann, wenns gut gemacht wird. Ganz nach dem Motto "Darf es ein bisschen mehr sein?"

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18. August 2006, Filme gucken:
Das Parfum

Das Riech-Kino ist noch nicht in Serie gegangen, obwohl es doch schon lange entsprechende Experimente gibt. Dennoch darf man mit Spannung auf einen Kinofilm warten, bei dem Gerüche eine entscheidende Rolle spielen werden: „Das Parfum – Die Geschichte eines Mörders
“ nach dem Süskind-Roman, der vor gut 20 Jahren neue sprachliche Dimensionen für einen der wichtigsten Sinne des Menschen eröffnete.
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16. August 2006, Köln Kultur:
Werkstätten der Graphik
Seit kölschen 11 Jahren ist die Kölner Graphikwerkstatt in der Südstadt eine feste Institution. Und in Liverpool gibt es die druckgraphische Abteilung an der dortigen Universität. Ausgehend von einer schon länger inszenierten künstlerischen Städtepartnerschaft ("Eight Days A Week")hat man nun aus dieser Spezialisierung auf dem Gebiet der Druckgraphik eine feine Kooperation geschaffen, die jetzt in Köln gezeigt wird.

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15. August 2006, Ausstellungen gucken:
Das Museum wird sexy!!! - die Zweite ...
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Zwei geniale Künstlerpersönlichkeiten der Klassischen Moderne werden in der Fondation Beyeler
bei Basel mit ihren erotischen Bildern präsentiert. Noch bis zum 7. Oktober läuft dort die Schau "Eros".
Rodin, der Erneuerer der Bildhauerei, steuert ungeheuer aufregende Skulpturen bei und Picasso beweist einmal mehr, dass sein Alterswerk vor Saft und Kraft nur so strotzt.
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15. August 2006, Fundstücke:
Auweia
In Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland in Bonn muss ein Foyer neu gestaltet werden. Der Ausstatter einer Bar des Museums hatte mit billigen Plagiaten edler Designersessel versucht, eine entsprechend exklusive Atmosphäre zu schaffen. Die Kopien müssen nun aus dem öffentlich zugänglichen Raum entfernt werden.
Quelle: OLG Köln, Urteil vom 04.08.2006, Az. 6 U 227/05
Ja, in Zeiten leerer Kassen muss man sich doch was einfallen lassen. Dass man allerdings unter dem "Label" Kunst- und Ausstellungshalle eine besondere Sorgfalt walten lassen sollte, das ist doch wohl klar.
Wer kennt eigentlich gut gemachte Museumscafés. Ich meine, welche, die gute Gastronomie mit gelungenem Interieur verbinden. Am liebsten noch mit themenbezogenen Angeboten, die die Inhalte des Museums spiegeln.
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14. August 2006, Ausstellungen gucken:
Martin Kippenberger in Düsseldorf
Er hat in Hamburg studiert, in Berlin sein legendäres Künstlerbüro eröffnet und die Kölner Szene der 80er und 90er Jahre maßgeblich bestimmt: Martin Kippenberger, der nun in Düsseldorf gezeigt wird, wo ihn sicher viele Mitstreiter aus dem Umfeld der Kunstakademie noch in guter persönlicher Erinnerung haben werden.

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11. August 2006, Texte zur Kunst:
Josef Haubrich – ein Leben mit der Kunst
„Meine Erfahrung aus 40 Jahren Leben mit der Kunst: Ich habe fast nie bereut, ein Kunstwerk erworben zu haben, aber ich habe manchmal jahrelang bereut, eins nicht erworben zu haben.“

Entspannte Pose: Joseph Haubrich.
Josef Haubrich ist "die" Persönlichkeit der spannenden Nachkriegsjahre in Köln, die vor allem auch durch einen unglaublichen Nachholbedarf an Kunst und Kultur geprägt war. Er gehörte zu der Szene um das Weinhaus Denant und prägt die Kulturlandschaft Kölns nachhaltig.
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11. August 2006, Fundstücke:
Das Wort zur Kulturpolitik
»Kulturpolitik wird als Gesellschaftspolitik nur dann erfolgreich sein, wenn sie das einzelne Individuum viel stärker als bisher in seiner Identität, Individualität und Kompetenz stärkt. Die bloße Teilnahme an Kulturangeboten reicht nicht hin. Kultur für alle als ›Publikumsvergrößerungsstrategie‹ zu verstehen greift zu kurz.«
(Dr. Oliver Scheytt in seiner Grundsatzrede anlässlich der 30-Jahr-Feier der Kulturpolitischen Gesellschaft am 16. Juni 2006 in Hamburg, abgedruckt in: Kulturpolitische Mitteilungen Nr. 113, S. 34)
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10. August 2006, Theater Theater:
"Was ein Kind gesagt bekommt" von Bertolt Brecht
"Brecht ist lustig und er nimmt an, dass Kinder denken können. Er ist nicht immer leicht, aber, wenn man ihn verstanden hat, ist es meistens schön. Er beweist, dass Lernen ein nützlicher und schöner Vorgang ist und darüber hinaus viel Spaß machen kann."
So sagen Monika und Martin Sperr in ihrem Buch "Herr Bertolt Brecht sagt", mit welchem sie den Versuch antreten, den Vater des modernen Theaters auch Kindern näher zu bringen.
Nun hat sich das Kölner Theater am Sachsenring aufgemacht, anlässlich des 50. Todestages von Bertolt Brecht die Vorlage in eine kinderkompatible Revue umzusetzen.
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9. August 2006, Fundstücke:
Kreativwirtschaft
Wolf Lotter, Mitbegründer von brand eins![]()
Interview im Kulturmanagement
Newsletter Nr. 84
Wir hatten im Kultur- und Kunstbereich immer einen sehr deutlichen Markt, eine klare Marktwirtschaft. Das heißt, ein Kunstprodukt erschließt sich einem Publikum oder es tut das nicht. Wenn Sie sich die Preise für Bilder und Kunstwerke ansehen, wie hier Märkte gemacht werden – das gilt interessanterweise auch für die Literatur, die Positionierung von bestimmten Literaturformen und Autoren – dann gelten hier sehr klare und überschaubare Marktmechanismen. Gleichzeitig haben die meisten Betreiber sowohl die Kreativen in diesem Feld als auch die Organisatoren, die Kulturmanager, den Markt als Lebensprinzip selbst nicht kennen gelernt. Das ist eine sehr absurde und widersprüchliche Situation. Es ist aber auch eine politische Frage, weil im Großen und Ganzen märkte und Marktwirtschaft in Bezug Kunst und Kultur abgelehnt wurden. Das ist ein europäisches Phänomen, das ich für sehr interessant halte und das entwickelt sich nun noch in eine andere Richtung: Ich glaube, die Vorstellung, dass Kreative, Künstler und künstlerisch schöpferische Menschen nicht gleichzeitig Unternehmer sein müssen oder sein sollen, dass dieses europäische Bild eine Veränderung erfährt. Kreative sind per se Unternehmer, sie haben das bisher nur noch nicht gewusst.
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8. August 2006, Köln Kultur:
Das Museum wird sexy!!!
Das achte Feld -
Geschlechter, Leben und Begehren in der Bildenden Kunst seit 1960
Es soll eine Ausstellung mit hohem erotischem Reiz werden. Nun denn, das ist doch mal ein Wort. Krankt das Museum doch eher an dem ihm anhaftenden Muff von erzwungenen Schulausflügen.

Eine Ausstellung im Museum Ludwig
, die allerdings mit dem etwas sperrigen, weil zu erklärungsbedürftigen Titel "Das achte Feld" daherkommt, will zeigen, wie sich die Kunst mit der Tatsache auseinander setzt, dass sich in den vergangenen 40 Jahren die Geschlechterverhältnisse radikal geändert haben. Und zeigt vornehmlich Werke, die sich mit Themen außerhalb heterosexueller Erlebniswelten beschäftigen.
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7. August 2006, Texte zur Kunst:
Ewald Mataré – Ein Bildhauer in Köln
Vor etwas mehr als 50 Jahren stellte man in Köln erste Überlegungen für die Errichtung eines beeindruckenden Mahnmals an. Heute noch in Holzkisten verpackt harren sie ihrer neuen Präsentation in restaurierter Umgebung. Die Geschichte der "Trauernden Eltern", heute mit der Kirchenruine St. Alban zu einer bemerkenswerten überzeitlichen Gedenkstätte verbunden, ist eng mit dem Künstler Ewald Mataré verknüpft, über dessen Wirken in der Stadt Köln viele interessante Details zu berichten sind.

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4. August 2006, Köln Kultur:
Krimi im WRM
Der Star des Wallraf-Richartz-Museums - Stephan Lochners Madonna in der Rosenlaube - enthält eine unglaubliche Menge an versteckten Botschaften, die nun endlich entschlüsselt werden konnten.
Seit ungefähr einem halben Jahr wird dieses Schmuckstück der Mittelalter-Abteilung des Kölner Museums genauer untersucht. Der Kunsthistoriker Roland Krischel hat sich das kleine Bildchen vorgenommen und erst einmal in die Restaurierungswerkstatt gebracht. Dort stellte man beispielsweise fest, dass es auch auf der Rückseite bemalt wurde.
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3. August 2006, Köln Kultur:
Netzwerk-Gedanken
Die fünf Choreographinnen Barbara Fuchs, Suna Göncü (YOLtanz), Gerda König (DIN A 13 tanzcompany), Ilona Pászthy (ip tanz) und Dyane Neiman gründen im März das erste Choreographen-Netzwerk in Nordrhein-Westfalen mit dem Namen BARNES CROSSING.
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3. August 2006, Fundstücke:
Na ja
8,4% der freiberuflich arbeitenden Künstler wollen ihren Beruf an den Nagel hängen.
Deutscher Kulturrat gibt Studie zur Selbstständigkeit von Künstlerinnen und Künstlern in Deutschland heraus
Die meisten freiberuflichen Künstler sehen auch für die Zukunft die Freiberuflichkeit als den richtigen Weg für ihre künstlerische Entfaltung. Bemerkenswert ist, dass immerhin 21,1% der befragten freiberuflichen Künstlerinnen und Künstler die Sicherheit einer Festanstellung anstreben und 8,4% mit dem Gedanken spielen, ihren Beruf ganz aufzugeben. Diese Ergebnisse gehen aus der Studie „Selbstständige Künstlerinnen und Künstler in Deutschland - zwischen brotloser Kunst und freiem Unternehmertum?“ hervor, die vom Deutschen Kulturrat, der Rheinischen-Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn und der Vereinigten Dienstleistungsgewerkschaft ver.di herausgegeben wurde.
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2. August 2006, Kulturvermittlung:
Erlebnisgesellschaft
Heute kam die Einladung für eine neue Tagung der Museumspädagogen. Diesmal geht es um Vermittlungskonzepte in Museen und museumsähnlichen Einrichtungen. Und man stellt das Ganze unter das Motto "Crossover" - ein gerne gewähltes Wort, wenn man andeuten will, dass ein bisschen über den Tellerrand hinaus geschaut werden soll.
Die museumspädagogische Landschaft (eigentlich mag ich den Begriff Museumspädagogik nicht leiden) ist voll von reformwilligen Menschen, die auch schon mal stolz verkünden "ganz konsequent besucherorientiert" zu agieren. Doch irgendwie herrscht nach wie vor eine gewisse Berührungsangst mit dem Wort "Event" vor und erlebnisorientiert ist auch längst noch nicht jedes Angebot, das sich so nennt.
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1. August 2006, Texte zur Kunst:
Architektur der 50er - Wilhelm Riphahn
Die Architektur der Nachkriegszeit bewegte sich zwischen zwei wichtigen Tendenzen: Einmal wurde ganz deutlich der Bezug zur innovativen Baukunst vor dem Krieg - dem Bauhausstil - hergestellt, aber auch die organisch weichen, runden Formen als harmonisierender Gegenpol zu den harten Kriegsjahren wurden immer beliebter. Besonderen Wert legte man auf Details und die Zusammenarbeit mit dem Kunsthandwerk. Die Bauten des Kölner Architekten Wilhelm Riphahn sind herausragende Beispiele dieser 50er-Jahre-Architektur und laden zur Entdeckung dieser interessanten Epoche ein.
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Posted by Kulturtussi in Texte zur Kunst at 16:31 | Permalink | Comments (0)
1. August 2006, Fundstücke:
Kulturmarketing
Bitte verstehen Sie mich nicht falsch: ich finde es absolut wichtig, dass sich Kultureinrichtungen und Kulturschaffende auch am mainstream orientieren. Wenn man Aufmerksamkeit in der heutigen Zeit erreichen möchte für seine Angebote, dann darf man sich nicht zimperlich hinter einem möglicherweise überholten Bildungsverständnis verschanzen und den wegbleibenden Massen hinter rufen: bleibt doch, wo ihr seid.
Nein, man hat die 'verdammte' Pflicht, sich immer wieder aufs Neue zu überlegen: wie erreiche ich neues Publikum, wie überzeuge ich auch diejenigen, die Museumsbesuche für das Langweiligste auf der Welt halten.
Aber bitte nicht so:

Oder überzeugt mich jemand davon, dass diese 'plumpe' Anmache funktioniert.
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