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Juli 2006



31. Juli 2006, Termine:

Bertolt Brecht zum 50. Todestag

Sonntag, den 20. August 2006, 19.00 Uhr
"Denn wie man sich bettet, so liegt man."
Almut Grytzmann/Sprecherin und Gregor Pronobis/Klavier

Käthe Kollwitz Museum Köln
Neumarkt 18 - 24, 50667 Köln

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28. Juli 2006, Theater Theater:

Darf Kunst alles?

La "Ferres" will die eigens von einem bedeutenden Autor auf ihren Superweibleib zugeschnittene Rolle der Mutter Courage bei den diesjährigen Filmfestspielen nicht mehr spielen.

Da ich kein besonders großer Fan der Schauspielerin bin, rollte ich zunächst die Augen gen Himmel und dachte: mein Gott, wie snobish ist die denn drauf. Ruhrtriennale, Jürgen Flimm und auch Büchnerpreisträger Wilhelm Genazino - alles doch bestimmt nicht zu verachten, im Bemühen, sich als Charakterschauspielerin zu etablieren (ich glaubte zu erkennen, dass sie ein bisschen weg wollte vom Superweib-Image). Zickt die jetzt nur rum und benimmt sich wie eine Möchtegerndiva!!

buhlschaftferres.jpg


Wie so oft, lohnt es sich jedoch, einen genaueren Blick zu tun.

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26. Juli 2006, Fundstücke:

I want Kitsch

Kunst muss immer wieder auch an Grenzen stoßen und Fragen nach Ästhetik, Sinn und Bedeutung ausloten. Das kann auf der einen Seite geschehen, indem man sich provozierend gegen alles stellt, was schön ist. Aber auch, indem man das Schöne bis an die Grenzen des Kitsch hin auslotet - und sogar darüber hinaus geht. Jeff Koons hat das vorgemacht und damit eine wichtigen Beitrag zur sogenannten Postmoderne geliefert.

jewelrybox.jpg

Die amerikanische Künstlerin Kirsten Hassenfeld liefert mit ihrer jewerly box ein weiteres Beispiel dafür, wie man auf den Saiten der ästhetischen Wahrnehmung spielen kann. Ein ausgefeiltes Multiple (für 350,00 US-Dollar erwerbbar), das Kleinmädchenkitsch mit romantischem König-Ludwig-Design verbindet, beim Öffnen schrägerweise die Melodie von "I'm sticking with you" von Velvet Underground zu spielen beginnt. Ein versteckter Hinweis auf Andy Warhol, der mit seinem "All is beautiful" die postmoderne Erhöhung kitschiger Alltagsbanalitäten angestoßen hat.

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25. Juli 2006, Fundstücke:

Frauenzimmer Gesprächsspiele

… so bey Ehr- und Tugendliebenden Gesellschaften, mit nutzlicher Ergetzlichkeit, beliebet und geübet werden mögen.

1641 begann der gebürtige Nürnberger Georg Philipp Harsdörffer mit seinem achtbändigen Werk, das in der Absicht entstanden war, eine Art Konversations-Anleitung vor allem für Frauen zu geben. Harsdörffer wollte das sprachliche Niveau des Bürgertums heben und sein Hauptwerk ist gespickt mit Sprachspielereien, die er zum Teil von antiken Vorbildern abschaute. Zum Beispiel enthält es ein so genanntes Leipogramm, einen Text, der auf die Verwendung bestimmter Buchstaben des Alphabets - hier M und L - verzichtet.

In seinen Anleitungen treffen eine adlige Jungfrau auf einen gelehrten Soldaten, eine Cassandra Schönliebin auf einen belesenen Studenten und ein alter Hofmann auf eine kluge Matrone. Jeglicher Stoff wird beredet – möglichst fünfzig Themen pro Band. Und am Ende ist alles ein lehrsames Gesellschaftsspiel im Schäferkostüm.

Trotz allem Parodistischen, das diesem alten Text (den es in einer heute leider vergriffenen Neuauflage gegeben hat und der im Anfang der 90er Jahre bei den Sprachwissenschaftlern große Begeisterung hervorrief) ist es doch aus heutiger Sicht interessant zu sehen, dass man sich auch schon in der Mitte des 17. Jahrhunderts Gedanken über das überzeugte Auftreten in der Gesellschaft gemacht hat. Während man damals die Sache jedoch unbedingt spielerisch anging, artet heute der Kampf um die Außenwirkung manchmal ins Hysterische aus!

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24. Juli 2006, Texte zur Kunst:

Robert Mapplethorpe - Gekonnter Balanceakt zwischen Klarheit und Sinnlichkeit

Mit seinen homoerotischen Fotografien wirbelte er einigen Staub auf, entfachte im Land der unbegrenzten Möglichkeiten eine heftige Diskussion über das, was in der Kunst erlaubt ist. Der ‚Mapplethorpe-Skandal’ ging durch die Presse und brachte dem Künstler eine enorme Popularität ein. Die Kunstszene hat davon profitiert, denn Robert Mapplethorpe hinterließ weit mehr als ein paar erotische Aufnahmen. Er brachte die Tendenzen der Kunst zur Vollendung, die bei Man Ray und Marcel Duchamp ihren Anfang nahmen und durch Pop Art Künstler wie Warhol, zu dessen Bewunderern sich Mapplethorpe zählte, zum Spiegel der modernen Gesellschaft wurden.

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24. Juli 2006, Termine:

ARCHIHELI - über und über Architektur

Mir hat das Konzept von der Gruppe Kölnarchitektur von Anfang an gefallen. Die frische und "abgefahrene" Vermittlung von Architekturprojekten im Stadtraum ist mit verschiedenen Programmen wie Architaxi und Archipedes ein besonderes Highlight im riesigen unüberschaubaren Markt an Stadtführungen.
Jetzt fliegen sie wieder. Am 5. August erhebt sich der Archiheli in die Lüfte Kölns. Allerdings mit 250,00 Euro pro Person nicht ganz wohlfeil. Na ja, Hubschrauber kosten sicher ne ganze Menge. Und es ist auch sehr exklusiv. Ein toller Blick auf die Architektur ist garantiert. Leider bin ich nicht schwindelfrei!!!

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22. Juli 2006, Ausstellungen gucken:

Arno Breker - Gedanken zu seiner Bewertung

Heute las ich, dass die Arno Breker Ausstellung in Schwerin eröffnet worden ist. Ich las auch, dass Klaus Staeck, nunmehr Präsident der Berliner Akademie der Künste, sich sehr darüber beschwert hat und dass Günter Grass hierin eine Chance zur Aufarbeitung sieht.
Arno Breker war der Lieblingskünstler Adolf Hitlers. Das an sich macht seine Kunst - unabhängig von ästhetischen Fragen - sicher unmittelbar zum Gegenstand heftiger Diskussionen.
Ich selbst erinnere mich noch gut an mein Empören, als ich hörte, dass die Ludwigs sich von ihm porträtieren liessen.

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Posted by Kulturtussi in Ausstellungen gucken at 19:09 | Permalink | Comments (0)

21. Juli 2006, Ausstellungen gucken:

Mega Guggenheim Kult Ausstellung

Heute eröffnet in der Bundeskunsthalle die heiß ersehnte Guggenheim Ausstellung. Eine Ausstellung, die mal wieder alle Rekorde brechen soll (und sicherlich auch wird).
Mir wurde schon von der Beschreibung der ganzen Superlativen (so viele Bilder, die in kein einzelnes Museum hineinpassen, die größte Ausstellung der Bundeskunsthalle überhaupt, die wichtigsten Bilder der Kunstgeschichte) schwindelig.

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Posted by Kulturtussi in Ausstellungen gucken at 11:10 | Permalink | Comments (1)

20. Juli 2006, Ausstellungen gucken:

Fantasia Colonia

Seit mehr als zwanzig Jahren kenne ich Jutta Koether nun schon. Früher beeindruckte sie mich immer sehr durch ihre exzentrische Art, in einer kleinen umgebauten Garage in Müngersdorf – genannt „die Bude“ - zu leben und zu arbeiten. Damals war ich noch Schülerin und hatte mit Kunst noch nicht wirklich Berührung gehabt. Deswegen erschien mir die Welt der Jutta Koether – die Schwester meiner besten Freundin Ursula – immer sehr geheimnisvoll und außergewöhnlich.

fantasia_startseite.jpg

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Posted by Kulturtussi in Ausstellungen gucken at 18:16 | Permalink | Comments (0)

19. Juli 2006, Köln Kultur:

Kölnischer Kunstverein

bruecke.jpgEine Doppelspitze - hurra! Da klingt doch irgendwie die WM nach. Und die war ja für uns auch soooo erfolgreich.
Nein, im Ernst. Ich finde die Idee ja richtig gut, die Leitung des Kölnischen Kunstvereins auf zwei zu verteilen.
Vor allem, weil jeder weiß, wie schwierig es ist, organisatorische Vereinsleitung und kuratorische Tätigkeit im Spagat zu erledigen.
Also: Herzlichen Glückwunsch zur gestrigen Wahl und viel Energie und gutes Gelingen für die Zukunft Anja Dorn und Kathrin Jentjens.

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Posted by Kulturtussi in Köln Kultur at 16:13 | Permalink | Comments (0)

18. Juli 2006, Termine:

Unbedingt noch hingehen

Bin ich eigentlich anstrengend? So fragte Horst Janssen angeblich seinen Verleger Lemke einmal. Er war es vielleicht als Person. Als Künstler jedoch ist er eine Ausnahmeerscheinung und man sollte sich die Ausstellung seiner zeichnerischen und druckgraphischen Genialitäten nicht entgehen lassen. Sie sind noch bis einschließlich Sonntag, den 23. Juli im Käthe Kollwitz Museum Köln am Neumarkt zu bewundern.

Horst janssen.jpg


Horst Janssen - Genie im Unzeitgemäßen
Frühe Graphik, Radierzyklen, Aquarelle, Zeichnungen

Öffnungszeiten
Di-Fr 10:00 - 18:00 Uhr,
Sa/So und an Feiertagen 11:00 - 18:00 Uhr,
Mo geschlossen

Preise
regulär: EUR 3,00
ermäßigt: EUR 1,50
ermäßigungsberechtigt sind Schüler, Studenten, Azubis, Wehr- und Ersatzdienstleistende, WelcomeCard-, VDK- sowie Ehrenamts Pass Sport-Inhaber bei Vorlage eines gültigen Ausweises
Ermäßigung für Schüler- und Studentengruppen ab 15 Personen: EUR 1,00
Freier Eintritt für
Kinder unter 6 Jahren, Presse, ICOM, Deutscher Museumsbund, Kölner Künstler, Ulmer Verein. Verband für Kunst- und Kulturwissenschaften e. V., Busfahrer, Mitarbeiter der KSK, S-points-Karten (kostenfreie Teilnahme an der sonntäglichen, öffentlichen Führung) bei Vorlage eines gültigen Ausweises
Jahreskarte: EUR 15,00
S-points-Karten-Inhaber erhalten die Jahreskarte für EUR 7,50

Führungen
Öffentliche Führung
So 15:00 Uhr
nur Eintritt, kein Führungsentgelt

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18. Juli 2006, Köln Kultur:

Der Himmel über Köln

Die Luft flirrt. Der Asphalt kocht. Köln, die nördlichste Stadt Italiens zeigt sich von ihrer ganz mediterranen Seite. Nachdem wir Public Viewing und CSD überstanden haben, winken schon die Kölner Lichter als nächstes Großereignis.
Kölle du bes e Jeföhl!
Allen Lokalpatrioten und denjenigen, die angesichts der Sommersonnenpartystimmung die Liebe zu unserer Stadt entdecken, sei ein besonders hübsches Häppchen Kölle ans Herz gelegt.

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Posted by Kulturtussi in Köln Kultur at 12:57 | Permalink | Comments (0)

9. Juli 2006, Filme gucken:

Hui Buh

huibuh.jpg
Die Animation des Bully als Comicfigur.

Mittagspause bei meinen Großeltern. Die schliefen und wir Kinder hatten uns still zu verhalten. Damit wir etwas Unterhaltung hatten, wurde auf einem alten Modell eines Plattenspielers eine Platte aufgelegt. Meist Tom Sawyer und Huckleberry Finn. Aber auch sehr gerne die Geschichte von Hui Buh, dem Schlossgespenst.
Zu Ehren meines kleinen Bruders, der heute 39 Jahre alt wird und immer noch originalgetreu das Heulen des Schreckgespenstes nachmachen kann, möchte ich heute schon auf den Kinostart eines weiteren Michael Bully Herbig Filmes verweisen.

Ich reiche eine eigene Kritik nach, wenn ich den Film gesehen habe!

Posted by Kulturtussi in Filme gucken at 20:37 | Permalink | Comments (4)